13 November 2017

Projekt für Leiter nationaler Jugendautonomien in Moskau


Am 3.November fand im Moskauer Deutsch-Russischen Haus eine gemeinsame Eröffnung der Hauptstadtetappe des Jugendprogramms „GrazhdanIniciativa.Nacija“ („Bürgerinitiative. Nation“) statt. Außerdem startete das XV. Forum der deutschen Jugend aus Russland. Vertreter staatlicher Behörden, Aktivisten nationaler Jugend-NGOs aus Russland sowie Partnerorganisationen aus Deutschland nahmen an der Veranstaltung teil. Veranstalter ist der Jugendring der Russlanddeutschen.

Eine Begrüßungsrede hielt Ildar Gilmutdinov, Vorsitzender des Ausschusses für Nationalitätenangelegenheiten der Staatsduma: „Die Stärkung der Freundschaft und des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Völkern unseres multiethnischen Russlands hängt weitgehend von der Initiative jedes jungen Menschen und seiner Position in unserer Zivilgesellschaft ab. Die Popularisierung der öffentlichen Jugendbewegung der Russlanddeutschen zusammen mit der Stärkung der bilateralen Beziehungen, leisten einen enormen Beitrag zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Annäherung, sowie Annäherung zwischen Jugendlichen aus Russland und Deutschland“

Der Vorsitzende des Nationalen Rates der Jugend-und Kinderverbände Russlands, Grigory Petusvhkov, gratulierte dem Jugendring zu seinem 20. Geburtstag und stellte fest, dass der Jugendring - eine der ältesten Mitgliedsorganisationen des Rates sei. Seiner Meinung nach ist es an der Zeit, sich neue ambitionierte Ziele zu setzen. Dabei ist es wichtig, wer die gemeinsame Ziele in der Zukunft umsetzen wird. Petruschkow schenkte dem Jugendring ein Buch, das zum 25. Jahrestag des Rates erschien und überreichte die Medaille „Für den Beitrag zur Entwicklung des Nationalrates der Kinder- und Jugendverbände Russlands.“

Die stellvertretende Vorsitzende des JdRs, Anastasia Plotnikova, sprach über die partnerschaftlichen Beziehungen der Jugendvereinigungen in Russland und Deutschland. Gleichzeitig merkte sie die besondere Rolle der Regionalverbände an: "Regionen sind unsere Entwicklungsmöglichkeiten, unsere Ressourcen, unsere Stärke. Es ist erfreulich, dass Jugendräte sich weiterhin entwickeln. " Die stellvertretende Vorsitzende des JdRs berichtete über die Aktivitäten des Jugendrings im Bereich des deutschen-russischen Jugendaustauschs. „Interethnische Arbeit für junge Menschen ist nicht nur eine Gelegenheit, den Arbeitsbereich im Rahmen der Unterstützung der ethno-kultureller Entwicklung der Russlanddeutschen zu erweitern, sondern auch eine Möglichkeit zur Umsetzung der nationalen Politik. Sie stärkt den interkulturellen und interreligiösen Dialog“, - sagte sie.

Über den deutsch-russischen Jugendaustausch sprach auch die Vorsitzende des Jugend- und Studentenverbands der Deutschen aus Russland (JSDR, Deutschland), Julia Iwakin. Sie wies auf die Bedeutung solcher Projekte hin, da sie den freundschaftlichen Dialog und die Partnerschaft zwischen Russland und Deutschland aufrechterhalten. Julia Iwakin erinnerte an das Kultur- und Geschäftsforum, das im Mai dieses Jahres im deutschen Bayreuth stattfand. Dies sei auch für junge Menschen eine ausgezeichnete Gelegenheit gewesen, sich an der Entwicklung der internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu beteiligen.

Die Teilnehmer und Organisatoren des Forums wurden auch von Julia Grischenkova, der Direktorin des Deutsch-Russischen Hauses in Moskau, begrüßt. Die JdR sei das aktivste Mitglied der deutschen Bewegung in Russland, das mit seinem jugendlichen Enthusiasmus und  Bereitschaft, ernsthafte Probleme zu lösen, verbindet. "Die Stellung des Vereins, der Zusammenarbeit sowie der Kooperation, die der Jugendring einhält, ist sehr wichtig. Das globale Konzept, das die Zusammenarbeit zwischen den Nationen stärken soll, ist ein großer Beitrag zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in der Welt“, sagte Grischenkowa und wünschte den Teilnehmern des Jugendforums erfolgreiche Arbeit.

Interethnisches Jugendprogramm

„GrazhdanIniciativa.Nacija“ ("Bürgerinitiative. Nation") wird mit präsidialen Zuschüssen unterstützt, um Bildungsprogramme für die Entwicklung des interkulturellen Dialogs zu entwickeln sowie die zivile Verantwortung im Jugendumfeld zu fördern.

In dieser Phase sollten die Teilnehmer Instrumente und Techniken entwickeln, um Maßnahmen zur Umsetzung nationaler staatlicher Maßnahmen vor Ort zu entwickeln. Das Seminar fand vom 3.-5. November in Moskau statt.

Das XV. Forum der deutschen Jugend in Russland stellte die Ergebnisse der Arbeit der deutschen Jugend in Russland in Sachen der Erhaltung und Entwicklung der deutschen Identität da. Es wurden weitere Strategien zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen in Deutschland und Russland entwickelt. Das Forum fand im Rahmen der deutsch-russischen Regierungskommission mit Unterstützung der Internationalen Verbandes der deutschen Kultur statt. Es nahmen Vertreter der Jugendorganisationen der Russlanddeutschen aus 26 Regionen Russlands sowie Vertreter des Jugend- und Studentenverbands der Deutschen aus Russland (JSDR) teil.

 

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