24 November 2017

Deutsch-Intensiv für Russlanddeutsche


Vom 12.-19. November fand in der Frankfurter Sprachschule Aktiv ein Deutsch-Intensivkurs für Russlanddeutsche statt. Der Unterricht fand in zwei Gruppen statt – in den Sprachniveaus A2 und C1.

Der Unterricht war interessant und intensiv zugleich. Die Gruppe A2 wurde von Mateusz Gawlik unterrichtet. Er spricht kein Russisch, aber verwendete deutsche Synonyme bei neuem Vokabular. Eine der täglichen Hausaufgaben war es, zu erzählen, was wir in Frankfurt gesehen haben. Deswegen bemühten wir uns, jeden Tag einige der Frankfurter Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Um eine gelungene Erzählung zu haben, haben wir die Aussichtsplattform der Dompfarrei St. Bartholomäus besucht. Nach 328 Stufen erreichten wir den Römberg-Platz. An einem anderen Tag sind wir nach Höchst gefahren, um die älteste Kirche Deutschlands zu sehen. Doch als wir dort ankamen, war sie geschlossen. Nachdem wir uns den Kirchplatz anschauten, haben wir zufällig den Pfarrer der Kirche getroffen. Der ließ uns in die Kirche und erzählte uns viel über die Geschichte dieser Kirche. Sie wurde 830 erbaut.

Höchst selbst hat uns mit seinen Fachwerkhäusern und gemütlichen Ecken erstaunt. Auf dem Rückweg wir das Bismarck-Denkmal besucht. Dort haben wir die Skulptur einer Hand, die eine Feder hält, gesehen. Die ist zu Ehren des Schriftstellers Georg Glaser erbaut worden.

Beim Intenstiv-Kurs war die Stadt selbst Lehrbuch für die Teilnehmer. Aushängeschilder, Gedenktafeln, Verkehrsschilder und die U-Bahndurchsagen haben dabei geholfen, Deutschkenntnisse zu verbessern. „Für mich war der Kontakt zu  Deutschen sehr interessant. Sie sind überraschend freundlich und aufgeschlossen“, teilte Elena Kopp mit. Ein älteres Paar ist mit uns sogar extra U-Bahn gefahren, um uns die Justinkirche zu zeigen!“

„Ich arbeite erstmals mit einer russischsprachigen Gruppe“, so Mateusz Gawlik, Dozent an der Sprachschule Aktiv. „Es viel mir leicht, einen gemeinsamen Nenner mit den Teilnehmern zu finden. Ich bin zufrieden.“

In der Sprachgruppe C1 fand der Unterricht als Dialog zwischen Dozent Nils Katins und den Teilnehmern statt. „Wir haben die Geschichte von Ost- und Westdeutschland erörtert“ so Galina Meladse aus Kemerowo. „Wir haben diskutiert und unsere Meinung mitgeteilt. Das Hauptthema unserer Diskussion war ein Film über die deutsche Wiedervereinigung. Wir haben Neues über die deutsche Geschichte erfahren.“

„Mir hat es sehr gefallen, mit einer russischen Gruppe zusammenzuarbeiten“, sagt Nils Katins. „Unser Unterricht war außergewöhnlich und sehr interessant.“ Nach dem Unterricht ging es für die C1-Gruppe ins Goethe-Museum. 

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