18 Januar 2018

Neugeschaffenes Kulturreferat am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte


Am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte wurde ein neues Kulturreferat geschaffen.

Mit der erfolgten Weiterentwicklung der Kulturförderung für Aussiedler, Vertriebene und Flüchtlinge vom Februar 2016 hat das Bundeskabinett die Errichtung des Kulturreferats für Russlanddeutsche beschlossen. Als Zeichen der Anerkennung kultureller Leistungen dieser großen Bevölkerungsgruppe will die Bundesregierung damit mehr zur Bekanntmachung ihrer kulturellen Hintergründe beitragen. Im Auftrag der Beauftragten für Kultur und Medien und angegliedert am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold soll dieses Amt breitenwirksam Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland vermitteln. 

Entsprechend der Vorgaben wird das Referat bundesweit Kulturprojekte initiieren, konzipieren und durchführen.  Als Schwerpunktaufgabe wird sich das Referat der kulturellen Jugend- und Erwachsenenbildung widmen und entsprechend der Weiterentwicklung des Förderbereiches die Organisationen der russlanddeutschen Aussiedler und der deutschen Minderheiten in den entsprechenden Herkunftsgebieten bei der öffentlichkeitswirksamen kulturellen Breitenarbeit unterstützen.

Edwin Warkentin wird das Kulturreferat leiten. Er studierte Geschichts- und Literaturwissenschaften und war als Referent des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Dr. Christoph Bergner tätig und arbeitete zuletzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag, wo er neben verschiedenen außenpolitischen Themen in Bereichen der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der Beziehungen zum postsowjetischer Raum, Minderheitenpolitik und Menschenrechte sowie Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetzt tätig war. Nun wird in seiner Funktion auch kooperativ bei Kulturprojekten am Standort Detmold mitarbeiten und bei der Förderung externer Projekte von Verbänden, Organisationen und Institutionen in verschiedener Trägerschaft beraten. 

Quelle: www.russlanddeutsche.de

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