05 Juli 2018

Abschluss der Sprachplattform im deutschen Rayon der Region Altai

- ELENA ZEVELJOVA -


Vom 25. Juni bis 1. Juli fand im Kulturhaus des Dorfes Nikolajevka die ethnokulturelle Sprachwoche "Ethnoquiz über die kleine Heimat - 2" statt. Das Projekt wurde vom Internationalen Verband der deutschen Kultur unterstützt.

In der Woche haben die Teilnehmer des Kinder- und Jugendclubs unter der Leitung der Moderatoren des Begegnungszentren „Veilchen“ Deutsch gelernt. Sie lernten die Geschichte der Russlanddeutschen am Beispiel ihrer kleinen Heimat Dorf Nikolajevka und anderen Dörfer des deutschen Nationalrayons kennen. Die Teilnehmer lernten die Biographien berühmter Russlanddeutscher der Region Altai kennen: Des Helden der Sozialistischen Arbeit Jakob Peters, des berühmten Alexander Bengardt, des Künstlers Ivan Friesen aus Grischkovka und der Kinder des Dichters Ewald Katzenstein. Die Kinder wissen jetzt auch, welche Dörfer des Rayons in diesem Jahr ihr 110-jähriges Jubiläum feiern. Sie besuchten das Museum der Geschichte der Russlanddeutschen im Dorf Grischkovka und die Ausstellungshalle, in der Gemälde von Ivan Friesen ausgestellt wurden.

Am 1. Juli wurde im Begegnungszentrum "Veilchen" die ethnokulturelle Woche beendet. Zu der Abschlussfeier wurden die Eltern der Teilnehmer eingeladen. Während der Durchführung des Projekts wurden die Kinder in zwei Teams aufgeteilt, die von Beratern aus Jugendclubs der Russlanddeutschen geleitet wurden. Jeden Tag wetteiferten die Kinder um ihr Wissen und ihre hervorragenden Leistungen im Deutschunterricht. Am letzen Tag des  "Ethnoquiz über die kleine Heimat - 2" wurden ethnokulturelle Stationen organisiert, auf denen die Teams zusammen mit ihren Müttern und Vätern ihr Endergebnis verbessern und ihrem Team Punkte bringen konnten.

Die Hauptfiguren des Ethnoquiz waren die lustigen Figuren - Fotograf Schreibikus und Monika. Sie schickten die Teilnehmer auf eine faszinierende Reise und kamen zur Abschlussveranstaltung der ethnokulturellen Woche, um Zeit mit den Kindern zu verbringen. Die Kinder erhielten Urkunden, Diplome und Souvenirs. Die Sprachwoche war sehr interessant und informativ.

Wir sind dem Internationalen Verband der deutschen Kultur für die Gelegenheit dankbar, die unseren Kindern aus dem Dorf Nikolajevka gegeben wurde, ihre Sommerzeit so interessant zu verbringen. Wir danken unseren Kollegen Irina Fomenko, Natalia Zimina und Elena Lobatsch für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit. Wir danken auch den führenden Mitarbeitern des Begegnungszentrums „Veilchen" und unserem Jugendclub für die qualitativ hochwertige Umsetzung des Projekts. Wir hoffen, dass wir in den Herbstferien das Thema unserer kleinen Heimat fortsetzen können! Es gibt immerhin noch so viel Unerforschtes und Unbekanntes! Es ist sehr wichtig, das historische Erbe der Russlanddeutschen der jüngeren Generation weitergeben zu können.

 

Eindrücke der Leiterin des Clubs für deutsche Sprache Jana Rau:

 

"Im Rahmen der Sprachwoche haben die Teilnehmer der Kinder- und Jugendclubs des Begegnungszentrums Veilchen das Lernen der deutschen Sprache fortgesetzt, sich mit interessanten Tatsachen und Ereignissen aus der Geschichte der Russlanddeutschen auseinander gesetzt. 7 Tage des Projekts standen unter folgenden Themen "Nationalfeiertage der Russlanddeutschen" und "Russlanddeutsche Familien". So bekamen die Kinder Informationen über traditionelle Feste mit: Martinstag, Pfingsten, Weihnachten und Ostern.

Um die umfangreichen Informationen in einem so kurzen Zeitraum erfolgreich zu bewältigen, wurden Fotos, Videos, Präsentationen, Musik und Cartoons verwendet. Neue Themen, Wörter, Sätze und Texte - alles wurde spielerisch einstudiert. Und beim letzten Test haben alle Kinder die Aufgaben locker bewältigt. Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Kinder und ihre Eltern gebeten, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an den Stationen zu testen. An der Station „Die deutsche Sprache“ haben wir mehrere Aufgaben vorbereitet: eine Testpräsentation zu Ethnoquiz „Durch die kleine Heimat“, „Die Aufgabe mit Bildern“, „Wörtersammlung“. Die Kinder und ihre Eltern bewältigten fehlerfrei alle Aufgaben und erhielten wertvolle Punkte.

Der Abschlusstag erwies sich als festlich, fröhlich, mit Geschenken und Süßigkeiten. Ich möchte den älteren Kindern meinen Dank aussprechen - unseren Assistenten-Daniel Baumann, Julia Pogorelova, Alina Tschernova und Ekaterina Stell – für Ihre Hilfe, Reaktionsfähigkeit und Freundlichkeit! Und die jüngeren Kinder haben uns Freude, Spaß und Aufrichtigkeit! Wir hoffen, die Sprachwoche im Herbst fortsetzen zu können!".

Rubrik: Arbeit in den Regionen

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