Sprachliche Einheit der Regionen: In Moskau sind die Arbeitstreffen der Koordinatoren für ethnokulturelle Sprachtreffen zu Ende gegangen


Am 28. Februar endeten im Deutsch-Russischen Haus in Moskau die Arbeitstreffen der Koordinatoren ethnokultureller Sprachtreffen und Plattformen. Vier intensive Tage boten Raum für fachlichen Dialog, Erfahrungsaustausch und strategische Planung von Sprachprojekten für Russlanddeutsche im Jahr 2026.

Vom 25. bis 28. Februar fand in Moskau ein Arbeitstreffen der Koordinatoren für ethnokulturelle Sprachtreffen statt. Am 28. Februar wurde das Projekt abgeschlossen, wichtige Ergebnisse wurden zusammengefasst und die Weichen für die weitere Entwicklung des Sprachbereichs gestellt.

Ethnokulturelle Sprachtreffen sind eines der wichtigsten Projekte im Bereich der Sprachaktivitäten, die vom Internationalen Verband der deutschen Kultur durchgeführt werden. Das Format der Arbeitstreffen ermöglichte es den Koordinatoren aus verschiedenen Regionen Russlands, nicht nur aktuelle Fragen zu diskutieren, sondern auch detailliert eine Reihe von Veranstaltungen vorzubereiten, die 2026 vor Ort durchgeführt werden sollen.

Das Treffen im Februar war besonders wichtig für die Vorbereitungen auf das große Bundestreffen, das für Mai in Jekaterinburg geplant ist.

„Es ist besonders wichtig, dass solche Treffen genau am Anfang des Jahres stattfinden. Wir bereiten Referenten mit Programmen für das föderale Projekt vor und berücksichtigen dabei, dass das Jahr 2026 reich an Jubiläen ist – 30 Jahre ethnokulturelle Sprachtreffen, 10 Jahre Kultur- und Geschäftszentrum in Omsk und andere bedeutende Ereignisse“, betonte Andreas Dell, Teilnehmer des Arbeitstreffens in Moskau und Koordinator für Jugendarbeit des Kultur- und Geschäftszentrums „Deutsch-Russisches Haus in Omsk“.

Die Koordinatoren betonten den Wert des generationsübergreifenden Austauschs: Erfahrene Fachleute teilten ihre Erkenntnisse mit Neulingen und schufen so eine solide Grundlage für zukünftige Sprachprojekte. Mit diesem Wissensschatz kehren die Teilnehmer in ihre Regionen zurück, um sich auf die Durchführung ethnokultureller Sprachtreffen vorzubereiten.

Besondere Aufmerksamkeit verdienten die inhaltsreichen Blöcke, die von Natalja Koslowa, Methodikerin, Deutschlehrerin und leitender Referentin der Arbeitstreffen, geleitet wurden.

„Natalja gibt nicht nur Materialien, sondern schlägt auch Formen vor, die die Regionen gerne nicht nur bei ethnokulturellen Sprachtreffen, sondern auch in anderen Sprachprojekten nutzen. Dabei werden selbst bekannte Themen jedes Mal neu beleuchtet“, erzählte Marina Bytschkowa, Leiterin des Kultur- und Geschäftszentrums der Russlanddeutschen in Jekaterinburg.

Die vier Tage vergingen wie im Flug. Natalja hat die einzigartige Fähigkeit, wiederkehrende Inhalte so zu präsentieren, als würde man sie zum ersten Mal hören. Die Zusammenarbeit mit ihr ist ein echtes Vergnügen.

Julija Tschernych, Managerin für Sprach- und Jugendarbeit im Kultur- und Geschäftszentrum von Jekaterinburg, fügte hinzu: „Ich habe noch nie zuvor an ethnokulturellen Sprachtreffen teilgenommen. Für mich waren fast alle Informationen neu, und umso wertvoller war diese Erfahrung, insbesondere im Vorfeld des Mai-Projekts in Jekaterinburg.“

Für die Teilnehmer war das Arbeitstreffen eine wichtige Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema „Ethnokulturelle Sprachtreffen“ auseinanderzusetzen.

„Solche Arbeitstreffen sind für unsere Region sehr wichtig, da wir eine gewisse Pause bei der Durchführung ethnokultureller Sprachtreffen für Kinder eingelegt und uns hauptsächlich auf Familientreffen konzentriert haben. Für uns war es wichtig, das aktuelle Konzept zu verstehen und zu sehen, wie die Lage derzeit in anderen Regionen ist. Dank des Arbeitstreffens in Moskau können wir dies nun klar einordnen. Das Wichtigste ist jedoch die Möglichkeit, über unsere Schwachstellen zu sprechen, damit diese Fragen direkt im Zentrum der Entscheidungsfindung gelöst werden können“, erklärte Alexandra Troitskaja, Vorstandsvertreterin des Zentrums für deutsche Kultur „Nadeschda“ aus Iwanowo.

Am letzten Tag diskutierten die Teilnehmer über moderne Formate für Geschichtsblöcke. Die Regionen stellten ihre eigenen Entwicklungen vor, die erfolgreich in zukünftige Projekte integriert werden können. Besonderes Interesse weckte die Erfahrung der Kollegen aus Omsk mit dem Format „Geschichte 4 in 1“ – einem universellen Instrument für eine zugängliche und inhaltsreiche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Russlanddeutschen im Rahmen jedes ethnokulturellen Projekts.

Natalja Koslowa äußerte ihren wichtigsten Wunsch an die Teilnehmer: „Erfolgreiche Sommerprojekte, motivierte Teilnehmer, lebhaftes Interesse an der deutschen Sprache und Kultur und genau die emotionale Resonanz, für die diese Projekte ins Leben gerufen werden.“

Zusammenfassend betonten die Teilnehmer: Das Arbeitstreffen in Moskau ist kein Abschluss, sondern Teil einer kontinuierlichen jährlichen Arbeit. Der Schwerpunkt liegt bereits jetzt auf der Vorbereitung eines groß angelegten Teamtreffens im Mai, das die nächste wichtige Etappe in der Entwicklung des Sprachbereichs darstellen wird.


Das Projekt wird mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen in der Russischen Föderation umgesetzt.