Am 30. April findet in Tomsk ein offenes Treffen mit Alexander Heier, dem Direktor des Deutsch-Russischen Hauses in Tomsk, statt. Die Teilnehmer erfahren mehr über das Schicksal des Schriftstellers Gerhard Sawatzky, seinen Roman und die Rolle der deutschen Sprache bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses der Russlanddeutschen.
Das Thema der Veranstaltung lautet: „‚Wir selbst‘, der Roman von Gerhard Sawatzky: Briefe, lebendige Erinnerung und die deutsche Sprache“. Im Mittelpunkt stehen nicht nur der Roman selbst, sondern auch das Schicksal seines Autors, das eng mit der Geschichte der Russlanddeutschen verbunden ist.
Im Rahmen des Treffens können die Teilnehmer die Persönlichkeit von Gerhard Sawatzky näher kennenlernen und seinen kreativen Werdegang im historischen Kontext betrachten. Besonderes Augenmerk wird auf die Briefe des Schriftstellers an seine Frau gelegt – gerade durch sie offenbart sich die menschliche Dimension seines Schicksals, seiner Erlebnisse und seiner inneren Welt.
Ein eigener Teil des Treffens ist der Analyse des Werks selbst gewidmet: Die Zuhörer erfahren mehr über die Handlung, die Figuren und die autobiografischen Details des Romans. Außerdem wird die Schreibstrategie von Sawatzky beleuchtet, insbesondere die Verwendung von Dialektismen und deren Rolle in der literarischen deutschen Sprache des Werks.
Die Veranstaltung ist interessant für alle, die sich für die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen, für Literatur sowie für Fragen der Sprache und des Gedächtnisses begeistern. Das Format der offenen Veranstaltung sieht einen lebendigen Austausch vor, die Möglichkeit, Fragen zu stellen und das Gehörte mit dem Experten zu diskutieren.
Wir erwarten Sie am 30. April um 18:30 Uhr unter folgender Adresse: Tomsk, Krasnoarmejskaja-Straße 71. Der Eintritt ist frei nach vorheriger Anmeldung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer: 8 (3822) 25-17-25.
