Am 7. Mai wird den Gästen des Kultur- und Geschäftszentrums der Stadt Kaliningrad ein einzigartiges Phänomen der Kunstgeschichte vorgestellt – der Lebens- und Schaffensweg der Meister aus der Dynastie der Maniser. Referentin des offenen Treffens ist die Kunstvermittlerin, Künstlerin und Kunsthistorikerin, Kuratorin des Festivals für zeitgenössische Kirchenkunst „Sehen und Hören“ sowie Forscherin zum Schaffen der Künstler der Russlanddeutschen Darja Woronina.
Ihr Name ist untrennbar mit der Geschichte der russischen Kunst verbunden, insbesondere mit der Entwicklung der Skulptur des 20. Jahrhunderts, die sich durch meisterhafte Ausführung und Ausdruckskraft der Formen auszeichnet. Ihnen verdanken die Bewohner der Hauptstadt die eindrucksvolle und originelle Gestaltung der Stationen der Moskauer Metro sowie der zentralen Parks in Moskau und Sankt Petersburg. Die Rede ist von der Familie Maniser, deren künstlerischer Weg fast anderthalb Jahrhunderte umfasst. Im Jahr 2026 begeht die kunstwissenschaftliche Gemeinschaft den 179. Geburtstag ihres Begründers Heinrich Matwejewitsch Maniser.
Gemeinsam mit der Kunstvermittlerin und Forscherin Darja Woronina werden die Teilnehmer die Werke der bildenden Künstler im breiten historischen Kontext betrachten – von der vorrevolutionären russischen Kunst bis hin zur sowjetischen Epoche. Ein solcher Ansatz ist besonders aufschlussreich, da er ermöglicht, die Entwicklung der Kunst der Maniser vor dem Hintergrund kontrastreicher Epochen anschaulich nachzuvollziehen.
Darja Woronina ist überzeugt, dass in künstlerischen Familien nicht nur Wissen und Techniken von Generation zu Generation weitergegeben werden, sondern auch eine besondere Weltwahrnehmung. Ein Kind, das in eine solche Familie hineingeboren wird, wird von den ersten Lebenstagen an Teil eines bestimmten kulturellen Systems. Eine eigenständige Sicht auf die Kunst und das Bedürfnis nach kreativem Schaffen werden sozusagen mit der Muttermilch aufgenommen.
Maniser ist nicht nur der Name herausragender Meister, sondern eine echte künstlerische Dynastie. In der Kunstgeschichte sind solche Dynastien ein einzigartiges Phänomen.
Möchten Sie sich selbst davon überzeugen? Wir freuen uns auf Sie am 7. Mai um 18:30 Uhr unter der Adresse: Kaliningrad, ul. Jaltinskaja 2a. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie telefonisch unter: +7 (401) 299-41-58.
