13. September 2021

Deutsche Bäckerei bei Lipezk: Weihnachtsgebäck im Sommer

Annelie und Evita Neufeld
Foto:
Jiří Hönes

Geplant war das nicht. Doch vor einigen Jahren eröffneten die Neufelds aus dem Raum Stuttgart eine Bäckerei in der Nähe von Lipezk. Die Moskauer Deutsche Zeitung hat mit der Familie über ihr Handwerk und die Vorlieben der russischen Kundschaft gesprochen.

Über ihr Engagement in einer christlichen Gemeinde kam die russlanddeutsche Familie Neufeld, die in einem Dorf im Welzheimer Wald bei Stuttgart wohnte, immer wieder nach Wolgograd. Sie kümmerten sich dort um bedürftige Kinder. Und so wuchs der Plan, irgendwann ganz nach Russland zu ziehen. In der Region Li­­pezk gab es ein Programm der russischen Regierung, mit dem Ausgewanderte bei ihrer Rückkehr ins Land unterstützt wurden. Das war vor etwa acht Jahren. Die Neufelds nutzten ihre Chance und kauften sich einen Teil einer alten Kolchose im Dorf Bolschaja Kusminka, rund 20 Minuten von Lipezk entfernt.

An eine Bäckerei dachte da noch niemand. Der Vater Benno hatte in Deutschland ein Konstruktionsbüro gehabt, die Kinder Annelie ist Kindergärtnerin und Evita Physiotherapeutin. Doch die Mutter Anna liebte das Backen, zumal das Brot in Russland nicht so lecker ist, wie Benno sagt. Die Familie hatte oft viel Besuch im Haus, Leute aus nah und fern. Und sie liebten Annas Brot. „Ihr müsst backen!“, sagten viele. Und dann fingen sie damit an.

„Professionell sind wir eigentlich nicht, wir backen, wie man eben zuhause backt“, sagt Annelie.

Lesen Sie weiter in der Moskauer Deutschen Zeitung.

Rubrik: Wissenswertes

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