Am Tag der Muttersprache beteiligten sich die Russlanddeutschen aus Starij Oskol an der allrussischen Aktion „Tolles Diktat“. Traditionell fand diese Veranstaltung im der Puschkin-Zentralbibliothek statt.
Die Sängerinnen des Ensembles „Lavanda“ unter der Leitung von Lidija Golowanowa sorgten für eine festliche Stimmung. Sie begrüßten die Teilnehmer mit Liedern auf Russisch und Deutsch. Die bekannten Melodien schufen sofort jene Stimmung der Verbundenheit, ohne die kein Treffen von Russlanddeutschen auskommt. Lidia erzählte:
Wir haben beschlossen, dass das Diktat eine Überprüfung der Kenntnisse ist, sondern ein Fest der Muttersprache.
„Und was wäre ein Fest ohne Lieder? Wir haben beschlossen, die Teilnehmer zu unterstützen und daran zu erinnern, wie schön die deutsche Sprache klingt.“
Die Vorsitzende des Internationalen Verbands der deutschen Kultur, Elisaweta Graf, und der Direktor des Deutsch-Russischen Hauses der Region Tomsk, Alexander Geier, richteten Grußworte an die Teilnehmer. Sie wiesen auf die Bedeutung des Erhalts der Muttersprache hin und wünschten allen viel Erfolg.
In der Puschkin-Bibliothek wurde ein Auszug aus Nelli Wackers Märchen „Die Georgine“ vorgelesen. Vorgetragen wurde der Text von Natalija Goroschankina, einer erfahrenen Moderatorin des Deutschklubs.
Der allrussische offene Wettbewerb „Tolles Diktat“ wird seit 2013 auf Initiative von öffentlichen Organisationen der Russlanddeutschen durchgeführt. Die Aktion zielt darauf ab, die Kultur des korrekten Schreibens in deutscher Sprache zu fördern und das geschichtliche und kulturelle Erbe der Deutschen in Russland bekannt zu machen.
Das Projekt wird mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen in der Russischen Föderation umgesetzt.

