17. September 2021

„Öffne die Verbannung“: ein Mediaprojekt über die Deportation nach Sibirien

Evangelisch-Lutherische Marienkirche in Tomsk, Ksenia Klassen, 2017. Öl auf Leinwand
Foto:
IVDK-Archiv

Zum 80. Jahrestag der Deportation der Wolgadeutschen nach Sibirien haben die Deutschen der Region Tomsk ein großes Medienprojekt „Öffne die Verbannung“ geschaffen. Die Präsentation des Projekts und das Treffen mit seinen Autoren finden am 17. September statt. An diesem Tag im Jahr 1941 traf eine Staffel mit Russlanddeutschen aus der Wolga-Region in Tomsk ein.

Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten Informationen über die Deportierten, die ein vielfältiges Porträt der Region erstellt haben. Das Hauptaugenmerk gilt den Deutschen der Wolga-Region. Designer zeichneten Originalillustrationen, Infografiken „Short-Liste eines Vertriebenen“, stellten einen Güterwagen nach, in dem Menschen 2-3 Wochen lang nach Sibirien reisten. Ein nützlicher Bonus ist ein Ahnenforschungsführer, der Ihnen sagt, wo und wie Sie Ihre Wurzeln finden können.

„Das Kontingent der Verbannten in unserer Region ist sehr bunt und interessant, wir haben uns entschlossen, daran zu erinnern. Nicht jeder weiß, dass die Sowjetdeutschen dreimal in das Gebiet Tomsk verbannt wurden. Das sind etwa 25.000 Menschen, sie wurden nach den Russen die zweitgrößte ethnische Gruppe. Wir stellen einzigartige Dokumente und Zitate aus Zeitzeugen zur Verfügung“, sagt der Leiter der National-kulturellen Autonomie der Deutschen in Tomsk, Eugen Wagner.

Weitere Infotmationen zum Projekt und zur Veranstaltung finden Sie auf der Website „Deutsche der Region Tomsk“.

Rubrik: 80. Jahrestag der Deportation

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