In Barnaul startet Diskussionsklub der Russlanddeutschen „Avantgarde“


Am 17. April hat in der Stadt Barnaul, Region Altai, die feierliche Eröffnung des Diskussionsklubs der Russlanddeutschen „Avantgarde“ stattgefunden.

Bei der offiziellen Eröffnung des Projekts stellten die Leiterin der Arbeitsrichtungen des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, Tatjana Frank, und die leitende Managerin der Richtung „Avantgarde“, Kulturwissenschaftlerin und Anthropologin, Olessja Koroljowa, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die gesellschaftlich bedeutsamen Projekte der „Avantgarde“ vor. Und Elena Geidt, stellvertretende Exekutivdirektorin für Regionalprojekte des IVDK, trat mit einer Begrüßungsrede auf und verlas den Teilnehmern eine Ansprache der Vorsitzenden des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, Jelisaweta Graf.

Anschließend fand eine Networking-Sitzung statt, bei der sich die Teilnehmer nicht nur Namen und Städte austauschten, sondern auch sich selbst, ihre Projekte, Hobbys und Tätigkeit vorstellten, Gleichgesinnte fanden und sich gegenseitig zu neuen Erfolgen inspirierten.

„Es kommt sehr oft vor, dass ich mich in einer „Mono-Gemeinschaft“ befinde. Zum Beispiel nur kreative Menschen oder nur Unternehmer.

Und jetzt habe ich das Gefühl, als befände ich mich in einem Garten mit verschiedenen Blumen, die alle sehr unterschiedlich sind. Und das ist sehr inspirierend“, sagt die Opern- und Symphoniedirigentin, Gründerin und künstlerische Leiterin des Orchesters „Nowaja Moskwa“ (deutsch: „Neues Moskau“), Dajana Hoffman.

„Es ist großartig, dass alle, die hier sind, derselben ethnischen Gruppe angehören. Dadurch wird die Hürde beim Aufbau von Kontakten und Verbindungen völlig beseitigt. Ich kommuniziere sofort direkt und finde viel Gemeinsames.

In anderen Diskussions- und Business-Clubs gibt es einen Einstiegspunkt, wenn man versucht, eine Verbindung zu einer Person herzustellen, irgendwie Kontakt zu erstellen. Aber hier gibt es keine solche Barriere, man fühlt sich wie in der Familie“, kommentiert Otto Schwarz, Unternehmer, Komponist, Sounddesigner, Klangtherapieforscher und Mitglied des Russischen Musikerverbandes.

„In meinem Leben möchte ich auch Schauspielerin, Ärztin und Flugzeugkommandantin werden. Leider ist dies nicht wirklich möglich.

Aber es ist großartig, dass es in unserer Gemeinschaft möglich ist, anderen zuzuhören, herauszufinden, warum Menschen von ihrem Beruf inspiriert werden und den eigenen Horizont zu erweitern“, teilt Fremdsprachenlehrerin, Psychologin und Pädagogin, Mitglied des Rates des Jugendrings der Russlanddeutschen, Organisatorin und Veranstaltungskoordinatorin Viktoria Wagner mit.

Am Ende des ersten Tages führte Alexander Franz für die Teilnehmer einen interaktiven Workshop zu den deutschen Orten Barnauls durch.

Den Projektteilnehmern stehen noch vier arbeitsreiche Tage bevor. Zusätzliche Informationen zum Diskussionsklub der Russlanddeutschen „Avantgarde“ finden Sie auf der offiziellen Website.

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