Arbeitstreffen deutscher Jugendlicher aus dem Ural brachte Regionen in Syktywkar zusammen


Vom 20. bis 23. Februar fand in Syktywkar ein Arbeitstreffen der deutschen Jugend des Urals statt – ein interregionales Forum, das Aktivisten aus verschiedenen Städten Russlands zum Erfahrungsaustausch, zur gemeinsamen Planung und zur Stärkung der Jugendbewegung der Russlanddeutschen zusammenbrachte.

Das Arbeitstreffen fand an mehreren Orten der Stadt statt, darunter im Haus der Völkerfreundschaft der Republik Komi. Organisiert wurde das Forum von der Deutschen National-Kulturellen Autonomie der Republik Komi. Nach Syktywkar kamen Vertreter der deutschen Jugend aus Ufa, Tscheljabinsk, Tjumen, Moskau, Jekaterinburg und Perm. Die gastgebende Seite wurde von Schülern, Studenten der Pitirim-Sorokin-Universität Syktywkar und jungen Berufstätigen vertreten.

Die Eröffnung des Treffens fand in einer herzlichen, familiären Atmosphäre statt. Die Gäste wurden von Vertretern dreier Generationen empfangen: der Vorsitzenden der Autonomie Jelena Kopp, aktiven Jugendlichen und Veteranen der Bewegung. Zu Ehren der Faschingswoche wurden die Teilnehmer mit Pfannkuchen bewirtet, und am Abend präsentierten die Kreativgruppen der Autonomie ihre Konzertnummern und ließen die Gäste in das kulturelle Leben der deutschen Gemeinde der Region eintauchen.

Das offizielle Programm begann am 21. Februar. Marina Bytschkowa, Vorsitzende des Interkoordinationsrates der Deutschen im Ural, hielt eine Begrüßungsrede. Auch Nelli Artes, Vorsitzende des Jugendrings der Russlanddeutschen, wandte sich an die Teilnehmer und betonte die Bedeutung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Jugendführern verschiedener Regionen.

Ein wichtiger Teil des Treffens war der Erfahrungsaustausch: Die Teilnehmer stellten die besten Jugendprojekte des Jahres 2025 vor, die in der Uralregion umgesetzt wurden. Die Initiativen lösten eine lebhafte Diskussion aus und bildeten die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Am Nachmittag standen Fragen der Informationsarbeit und die Planung gemeinsamer Netzwerkaktionen im Mittelpunkt.

Ein besonderes Ereignis war die Teilnahme junger Menschen an der allrussischen offenen Aktion „Tolles Diktat“, die anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache stattfand. Das Diktat fand in der Nationalbibliothek der Republik Komi statt und brachte 27 Teilnehmer zusammen – Aktivisten von Jugendorganisationen, Vertreter der Autonomie und Mitglieder von Sprachklubs. Die Vorsitzende des Internationalen Verbands der deutschen Kultur, Elisaweta Graf, richtete eine Videobotschaft an die Teilnehmer, und Nelli Artes verlas den Diktattext. Die Teilnehmer schrieben einen Text der Stufe A2 und betonten, dass der Hauptwert der Aktion nicht in der Bewertung liege, sondern in der Möglichkeit, mit der Sprache und Kultur ihrer Vorfahren in Berührung zu kommen.

Ein Höhepunkt des Treffens war das Gespräch mit Gennadij Rihardowitsch Ungefug, einem der Gründer der deutschen Autonomie in der Republik Komi. Er teilte seine Erinnerungen an die Entstehung der Bewegung und wandte sich mit einer bildhaften Botschaft an die Jugend, indem er die Gemeinschaft der Russlanddeutschen mit einem Baum verglich, bei dem die ältere Generation die Wurzeln und die Jugend die Zweige und Blätter sind, die die Zukunft bestimmen.

Das Arbeitstreffen in Syktywkar war nicht nur ein reichhaltiges Bildungs- und Kulturereignis, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen den Jugendorganisationen der Russlanddeutschen, das den Teilnehmern die Kontinuität der Generationen und die gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung der Geschichte und Traditionen vor Augen führte.


Das Projekt wird mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen in der Russischen Föderation umgesetzt.

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