Kaleidoskop der Stile und Bedeutungen: Junge Kunsttalente stellen im Kaliningrader Kultur- und Geschäftszentrum aus

Um die absolute Freiheit des Selbstausdrucks in der bildenden Kunst zu erreichen, reicht es nicht aus, einfach nach den Sternen zu greifen. Langsame Stunden akribischer Arbeit, eine stattliche Mappe mit Studienarbeiten, ein ganzer Stapel unvollendeter Skizzen und Dutzende von Maltechniken – so vergingen die fünf Jahre der intensiven, aber faszinierenden vorberuflichen Ausbildung im Programm „Malerei“. Das Ergebnis ist eine in Themen und Techniken völlig gegensätzliche Ausstellung von Diplomprojekten, die neue kreative Namen für das Kultur- und Geschäftszentrum Kaliningrad hervorgebracht hat.

Am 1. Juni, an einem so herzlichen und fröhlichen Feiertag – dem Internationalen Kindertag – wurde der Ausstellungsraum des Kultur- und Geschäftszentrums der Russlanddeutschen in Kaliningrad von einer jugendlich unbeschwerten, aber künstlerisch farbenfrohen Energie der Absolventen der Kinderkunstschule erfasst. Hier fand die Eröffnung der Ausstellung ihrer kreativen Diplomprojekte statt. Themen, Materialien und Perspektiven wurden von den Absolventen selbst gewählt. So verwandelte sich die Exposition in ein lebendiges Kaleidoskop der Stile und Bedeutungen.

„Ich bin fasziniert davon, dass die Jugendlichen für ihre Abschlussarbeiten völlig gegensätzliche Techniken und Themen gewählt haben, die jedoch alle von der Liebe zu unserer Region durchdrungen sind.

Zu Beginn gab ich ihnen den wichtigsten Rat: ‚Tut das, was ihr wirklich liebt, und dann wird die Arbeit lebendig.‘

Einige illustrierten ihre Lieblingsbücher, andere zeichneten die Vögel und die Natur unserer Heimat...“, – erzählt über ihre charakterstarken Schüler deren Klassenlehrerin ab der 5. Klasse: die Lehrerin der Kinderkunstschule, Dr. paed., Mitglied des Designerverbandes Russlands, des Künstlerverbandes Russlands sowie des Internationalen Verbandes der Kunstpädagogen, Natalia Woronowa.

Ausstellungsplakat. Das Design basiert auf einem der Bilder aus Lawr Merz' Abschlussarbeit „Kaliningrader Fischfang“

Eine echte Entdeckung für die Organisatoren waren die talentierten Abschlussarbeiten von Patrizia Neumann und Lawr Merz.

Die Mission unseres Zentrums ist es, jungen Talenten Raum und einen starken Impuls für ihr Wachstum zu geben. Deshalb wünschen wir uns sehr, dass unsere Zusammenarbeit mit den Jugendlichen nicht auf die Ausstellung beschränkt bleibt.

„Uns hat ihr künstlerischer Mut so sehr begeistert, dass wir die beiden eingeladen haben, eigene Workshops in unserem Zentrum zu leiten“, – kommentiert die Bedeutung dieser neuen kreativen Begegnung die Direktorin des Kultur- und Geschäftszentrums, Jelisaweta Selinskaja.

Der kreative Weg der Jugendlichen verspricht, lebendig und ertragreich zu werden. Über den ersten Meilenstein, den sie hinter sich gelassen haben, sowie über die während der Ausbildung geformten künstlerischen Gewohnheiten und Geschmäcker sprach die Redaktion des Informationsportals der Künstlervereinigung der Russlanddeutschen mit den jungen Künstlern. Lesen Sie hier das Interview mit Patrizia Neumann. Die Reihe der künstlerischen Gespräche mit den Teilnehmern der Diplomausstellung wird durch ein Interview mit Lawr Merz fortgesetzt – verpassen Sie es nicht!

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