Das Jahr 2026 ist für die Gemeinschaft der Russlanddeutschen von besonderen Jubiläen geprägt: 35 Jahre seit der Gründung des Deutschen Nationalrajons der Region Altai, 35 Jahre seit der Entstehung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur sowie mehrerer regionaler Organisationen der Russlanddeutschen. Der IVDK bereitete einen mit dem Jubiläum der Organisation verknüpften Dokumentarfilm „Kulturkode „RUSSLANDDEUTSCHE“: 35 Jahre Bewegung“ über den Weg vor, den unsere gesellschaftliche Bewegung in mehr als drei Jahrzehnten zurückgelegt hat.
Die Geschichte des IVDK begann am 28. Juni 1991 mit der Gründungskonferenz, an der nach Erinnerungen der Initiators Heinrich Martens gerade mal 28 Personen teilnahmen. Der neugegründete Verband war dazu berufen, Kultur und Muttersprache der Russlanddeutschen zu bewahren: ethnokulturelle Arbeit zu leisten, wissenschaftliche Forschungen in den Bereichen Geschichte, Ethnologie, Kultur und Sprache zu fördern, sich um die ältere Generation zu kümmern sowie Kinder und Jugendliche an die Traditionen und die Kultur ihres Volkes heranzuführen. Zudem wurde beschlossen, die bereits bestehenden deutschen Begegnungszentren und deutschen Kulturzentren in ganz Russland miteinander zu vereinen.
Bereits im Oktober desselben Jahres realisierte der Internationale Verband der deutschen Kultur sein erstes Großprojekt: das Allunions-Festival der Kultur der Sowjetdeutschen in Moskau, das mehr als 950 Menschen versammelte. In den folgenden Jahren begann man regelmäßig Festivals auf interregionaler und allrussischer Ebene durchzuführen.
„35 Jahre im Leben eines Menschen sind eine ganze Menge.
Historisch gesehen sind 35 Jahre wenig, aber für den Bestand einer öffentlichen Organisation ist das durchaus beachtlich. Denn die Tätigkeit einer Organisation kann man auch als ein einziges großes Projekt betrachten.
Jeder weiß, dass ein Projekt in der Regel keine 15 Jahre überdauert. Und die Tatsache, dass unsere Organisationen – sowohl die regionalen als auch der Internationale Verband der deutschen Kultur – bereits seit 35 Jahren bestehen, spricht Bände“, erklärt Elena Geidt, Leiterin der National-kulturellen Autonomie der Deutschen im Rajon Marx (Saratower Gebiet), stellvertretende Vorsitzende des IVDK und eine der Protagonistinnen des Dokumentarfilms.
„Ich muss sagen, die Zeit vergeht unglaublich schnell. Ich erinnere mich an die Zeit, als es noch eine Vielzahl von Organisationen der Russlanddeutschen gab.
Doch der Internationale Verband der deutschen Kultur ist eine der wenigen Organisationen, der bis heute seine Stabilität bewahrt und sich weiterentwickelt hat.
Der Wert dieser Organisation liegt genau darin, dass sie das Leben der Gemeinschaft auf die eine oder andere Weise aktiv mitgestaltet“, betont Alexander Geyer, Direktor des Deutsch-Russischen Hauses Tomsk und Mitglied des IVDK-Rates.
Der erste Teil gibt den Zuschauern einen Einblick in die ersten Schritte der Organisation, der es gelungen ist, die über ganz Russland verstreuten deutschen Begegnungszentren und Kulturzentren zusammenzuführen und der kulturellen Arbeit der Russlanddeutschen neues Leben einzuhauchen.
Wir wünschen viel Freude beim Anschauen!
Das Projekt wird vom Internationalen Verband der deutschen Kultur im Rahmen des Programms zur Förderung der Russlanddeutschen in der Russischen Föderation realisiert.
