Ostertraditionen vereinen Syktywkar


Im Haus der Völkerfreundschaft der Republik Komi fand das Festkonzert „Ostern“ statt. Volkslieder, Tänze und kulinarische Traditionen der Russlanddeutschen machten die Einheit der Kulturen erlebtbar und stärkten die lebendige Verbindung zwischen den Generationen.

Im Jahr 2026 wurde das westkirchliche Osterfest am 5. April gefeiert, eine Woche vor dem orthodoxen Osterfest, das auf den 12. April fiel. Zu Ehren des Festes wurde für die Gäste ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: neben einem Workshop gab es auch Musik- und Tanzvorführungen von künstlerischen Ensembles aus Syktywkar.

Für Osterstimmung im Saal sorgten die Stammgäste der Veranstaltungen der Autonomie – der Chor „Edelstein“, das Vokalensemble „WIR“ und das Tanzensemble „Tanzkreis“. Zu ihnen gesellten sich auch die Kindergruppen „Freude“ und „Nordsterchen“. Von der Bühne erklangen Lieder auf Russisch und Deutsch, und Volkstänze trugen dazu bei, die Atmosphäre dieses fröhlichen Festes zu vermitteln.

Einen besonderen informativen Teil des Programms bildeten die Erläuterungen der Moderatoren dazu, inwiefern sich das katholische und das orthodoxe Osterfest ähneln und worin sie sich unterscheiden. Die Gäste erfuhren, dass Symbole wie bemalte Eier und Osterkuchen beide Traditionen verbinden, und lernten zudem die einzigartigen Osterbräuche der Russlanddeutschen kennen.

So ist es bei den Russlanddeutschen üblich, zum Festmahl eine gefüllte Gans, gebratenes Hähnchen mit Kartoffelpüree, einen Braten oder Klöße zu servieren. Auch Käse und Butter dürfen auf dem Tisch nicht fehlen. Einen besonderen Platz nimmt das traditionelle Gebäck ein – Brezeln, süße Brötchen in Form eines Kringels. Man glaubt, dass man das ganze Jahr über bei bester Gesundheit bleibt, wenn man am Gründonnerstag wenigstens eine solche Brezel isst.

Das Konzert fand einen besonders bewegenden Abschluss: Alle Künstlergruppen betraten die Bühne, um gemeinsam ein Lied zu singen, und das Publikum im Saal stimmte freudig in den letzten musikalischen Akkord des Festes ein.

Dieser Abend war ein weiterer Beweis dafür, dass die Ostertraditionen der Russlanddeutschen nicht nur im Gedächtnis der Familien, sondern auch im heutigen kulturellen Leben weiterleben und Generationen durch Musik, Sprache und gemeinsame Werte verbinden.


Das Projekt wird mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen in der Russischen Föderation umgesetzt.

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