Wie bei Oma: Kulinarisches Jugendprojekt im Gebiet Kaliningrad


Im Kaliningrader Gebiet fand ein kreatives kulinarisches Jugendprojekt statt. Die Jugendlichen haben drei Tage lang die traditionelle Küche der Russlanddeutschen kennengelernt.

„Lecker! Wie bei Oma!“, sagten die Teilnehmer des kulinarischen Jugendprojekts, als sie Gerichte der Russlanddeutschen zubereiteten.

An jedem von drei Projekttagen haben die Teilnehmer traditionelle Gerichte kennengelernt und viel Neues über die Traditionen und Feiertage, an denen dieses oder jenes Nationalgericht üblicherweise serviert worden war, erfahren.

Am ersten Tag des Projekts gelang es den Teilnehmern, drei Sorten Kartoffelsalat zuzubereiten. Die Teilnehmer teilten sich in zwei Gruppen auf, um verschiedene Variationen auszuprobieren - sie berücksichtigten die Besonderheiten der Zubereitung von Salatdressing mit und ohne Senf, die Form des Schneidens der Produkte sowie regionale Besonderheiten der Rezepte.

Am zweiten Projekttag gelang es den Teilnehmern, ein echtes Ostergebäck in Form eines Osterhasen zu backen. Die Aktivisten machten den Teig, formten dann Osterfiguren und kochten Sirup auf.

„Das Kochen der Gerichte der Russlanddeutschen ist ein fester Bestandteil der Kultur, der in vielen Familien von Generation zu Generation weitergegeben wird. Es ist immer schön, Gerichte auf den Tisch zu stellen, die von unseren Müttern, Großmüttern oder Nachbarn gekocht wurden.

Die Jungs sind großartig, weil sie mit solchen Projekten die Traditionen unseres Volkes würdigen und bewahren“, sagt Viktoria Grauer, die Gästin des Jugendprojekts und Leiterin des Jugendclubs „Blütezeit“ in Barnaul der Region Altai.

Die Abschlussveranstaltung des Projekts war ein Kochduell. Sie wurde von Jelisaweta Selinskaja, Methodikerin für sprachliche und ethnokulturelle Arbeit, moderiert. Zunächst testete sie mit Hilfe eines Quiz auf Deutsch die Kenntnisse der Teilnehmer über die traditionelle Küche der Russlanddeutschen. Dann stellte sie den Teilnehmern des Jugendprojekts besondere Gäste vor - Vertreter des ethnokulturellen Klubs „Senioren“.

Gemeinsam mit ihnen mussten traditionelle Gerichte der Russlanddeutschen wie Nudelsuppe, Kartoffelbrei mit Sauerkraut und Würstchen sowie Waffeln zubereitet werden. Alle Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt und hatten nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung.

Unter der sorgfältigen Leitung von Vertretern der älteren Generation bereiteten die Jugendlichen nicht nur das Essen zu, sondern erfuhren auch etwas über die Familientraditionen der Senioren im Zusammenhang mit den einzelnen Gerichten. So gelang es allen, die Aufgabe zu meistern und ein leckeres Mittagessen zuzubereiten. Am Tisch erinnerten sich die Teilnehmer daran, wie ihre Mütter und Großmütter kochten, und tauschten ihre Eindrücke aus.

Durch diese Veranstaltung wurde eine echte Verbindung zwischen den Generationen hergestellt. Die Vertreter der älteren Generation konnten ihre Erfahrungen, Familienrezepte und Traditionen mit den Jugendlichen teilen.


Das Projekt wurde mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur im Rahmen des Unterstützungsprogramms für Russlanddeutsche in der Russischen Föderation realisiert.

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