Vom 17. bis 22. August fand im Kultur- und Geschäftszentrum „Russisch-Deutsches Haus in der Stadt Omsk“ die Sprachwerkstatt für Leiterinnen und Leiter von Deutschklubs „Sprache. Geschichte. Kultur der Russlanddeutschen“ statt.
Das Projekt brachte engagierte Leiterinnen und Leiter von Deutschklubs aus den Gebieten Kemerowo, Nowosibirsk, Omsk und Tomsk sowie aus der Region Altai zusammen – Menschen, die sich in ihrer täglichen Arbeit für die Bewahrung und Förderung der deutschen Sprache und der Kultur der Russlanddeutschen einsetzen.
Das Programm der Werkstatt war abwechslungsreich und vielseitig. Es verband theoretische Einheiten mit praktischen Workshops, die darauf ausgerichtet waren, die ethnische Identität durch Sprache, Geschichte und kulturelles Erbe zu stärken.
Die Themen der Werkstatt waren vielfältig und praxisnah. Die Teilnehmenden erarbeiteten sich theoretische Grundlagen und praktische Methoden, um ethnokulturelle Inhalte in die Arbeit der Sprachklubs zu integrieren. Besonderes Augenmerk lag auf der Arbeit mit Vorschulkindern und Grundschülerinnen und Grundschülern anhand von Märchen, Gedichten, Spielen und Werken von Künstlerinnen und Künstlern der Russlanddeutschen sowie auf dem Thema des Alltagslebens der Vorfahren.
Für Jugendliche und Erwachsene wurden Simulationsspiele und narrative Methoden vorgestellt und Möglichkeiten zur Arbeit mit dem literarischen und künstlerischen Erbe der Russlanddeutschen vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf interaktiven Formaten zu Geschichte, Bräuchen und Festen sowie auf der praktischen Entwicklung eigener methodischer Materialien für die kommende Saison.
Die Teilnehmerin des Projekts Tatjana Gottfriedt teilte ihre Eindrücke:
Dieses Projekt bietet die Möglichkeit, die eigene methodische Schatzkiste vor Beginn der neuen Saison der Deutschklubs mit neuen Ideen zu füllen. Die Begegnungen mit Natalja Koslowa inspirieren immer wieder und geben neue kreative Impulse.
Die feierliche Übergabe der Teilnahmezertifikate wurde von Jelisaweta Graf, Vorsitzende der Internationalen Vereinigung der deutschen Kultur, durchgeführt. In ihrer Ansprache wünschte sie allen einen erfolgreichen Start in die neue Saison der Deutschklubs im Herbst, dankte den Teilnehmenden für ihren Beitrag zur Bewahrung der deutschen Sprache, Kultur und Traditionen der Russlanddeutschen und lud alle ein, am Wettbewerb „Freunde der deutschen Sprache“ teilzunehmen.
Das Projekt war ein wichtiger Schritt bei der Vorbereitung auf die neue Saison der Deutschklubs. Es brachte die Erfahrungen und das kreative Potenzial engagierter Leiterinnen und Leiter aus verschiedenen Regionen Westsibiriens zusammen.
Das Projekt wird mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen in der Russischen Föderation umgesetzt.

