Jeden Tag gehen Tausende Fahrgäste der Moskauer Metro an einem bronzenen Grenzsoldaten mit seinem Hund, einem Mädchen mit einem Buch, einem Matrosen, einem Arbeiter und einer Sportlerin vorbei. Manche bleiben stehen und betrachten die Skulpturen, andere berühren fast beiläufig die blank polierte Nase des Schäferhundes – in der Hoffnung auf Glück. Die Figuren sind längst weit mehr als bloße Gestaltungselemente der Metrostation „Platz der Revolution“: Um sie ranken sich eigene Stadtlegenden, und sie gehören heute ganz selbstverständlich zum Moskauer Alltag.
Geschaffen wurden sie von Matwej Heinrichowitsch Maniser, einem der bedeutendsten sowjetischen Monumentalbildhauer. 2026 wurde er als einer der Preisträger des Gesamtrussischen Wettbewerbs „Russlands herausragende Deutsche“ in der Nominierung „Name des Volkes“ ausgezeichnet. Die Bezeichnung könnte kaum treffender: Millionen Menschen kennen seine Werke, auch wenn der Name des Künstlers, der sie geschaffen hat, heute deutlich seltener genannt wird.
Künstler, Mathematiker und Cellist
Matwej Maniser wurde am 17. März 1891 in Sankt Petersburg in eine große Künstlerfamilie hineingeboren. Sein Vater, der Maler und Pädagoge Heinrich Maniser, stammte aus einer Familie mit deutschen Wurzeln. Seine Mutter Stella Semjonowna von Witt-Maniser studierte an der Zentralen Schule für Technisches Zeichnen des Barons von Stieglitz und war ebenfalls künstlerisch tätig.
Die Familie lebte in einem Haus in der Nähe der Feuerwache Kolomna, in einer Wohnung, in der zuvor bereits Ilja Repin gearbeitet hatte. Neun Kinder wuchsen dort auf, und fast alle waren aufirgendeine Weise künstlerisch tätig. Zeichnen, Musik, Gespräche über Malerei und die tägliche Arbeit des Künstlers gehörten für Matwej Maniser ganz selbstverständlich zum Familienleben.Später wurde auch seine Frau Elena Janson-Maniser sowie seine Kinder und Enkel künstlerisch tätig. So entstand eine Künstlerdynastie, deren Geschichte sich über mehrere Generationen erstreckt.
Doch Matwej Manisers Weg zur Bildhauerei verlief keineswegs geradlinig. Im Jahr 1909 schrieb er sich an der physikalisch-mathematischen Fakultät der Universität Sankt Petersburg ein und studierte dort Astronomie und theoretische Mechanik. Gleichzeitig besuchte er die Schule des Barons von Stieglitz und die Zeichenschule der Gesellschaft zur Förderung der Künste, später auch die Höhere Kunstschule der Kaiserlichen Kunstakademie. Darüber hinaus spielte Matwej Maniser professionell Cello.
Seine Ausbildung verband auf ungewöhnliche Weise Naturwissenschaften, Musik und bildende Kunst. Die Mathematik schulte seinen Sinn für Konstruktion, Proportionen und innere Ausgewogenheit, während die Musik sein Rhythmusgefühl prägte. Die akademische Ausbildung vermittelte ihm Kenntnisse in Anatomie, Materialkunde und klassischer Komposition. All diese Fähigkeiten sollten sich später in seinen Skulpturen widerspiegeln: Seine Werke sind präzise durchkomponiert, klar strukturiert und häufig um eine ausdrucksstarke Bewegung des menschlichen Körpers herum aufgebaut.
Als er sich schließlich für die Bildhauerei entschied, gab er seine bisherigen Erfahrungen keineswegs auf. Im Gegenteil: Gerade seine Fähigkeit, gleichzeitig wie ein Künstler und wie ein Konstrukteur zu denken, erwies sich bei der Arbeit an großformatigen Monumenten im öffentlichen Raum als besonders wertvoll. Ein Bildhauer musste nicht nur die menschliche Figur berücksichtigen, sondern ebenso die Höhe des Sockels, die Eigenschaften der Bronze, die umgebende Architektur, die Entfernung und den Blickwinkel, aus dem die Menschen das fertigeDenkmal später betrachten würden.
Bronze als Sprache einer Epoche
Matwej Manisers beruflicher Werdegang begann in einer Zeit, in der das Land revolutionäre Umbrüche erlebte und sich sein äußeres Erscheinungsbild grundlegend veränderte. Nach 1917 standen Künstler vor der Aufgabe, eine neue visuelle Sprache zu entwickeln – eine Sprache, dieeinem breiten Publikum verständlich sein und sich zugleich auf Straßen, Plätze und öffentliche Räume beziehen sollte. Die monumentale Bildhauerei sollte von den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit, von neuen Helden und von den Vorstellungen über die Zukunft erzählen.
Im Jahr 1920 leitete Matwej Maniser die Agitations- und Bildhauerwerkstatt der politischen Verwaltung des Moskauer Militärbezirks. Wenig später begann auch seine langjährige Lehrtätigkeit. Der wichtigste Ort für seine künstlerische Suche blieb jedoch die Stadt.
Zu seinen frühen bedeutenden Arbeiten gehörte das Denkmal für den Revolutionär W. Wolodarski, das 1925 in Leningrad enthüllt wurde. Der Bildhauer stand vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Er musste die Energie einer öffentlichen Rede vermitteln und zugleich einen Menschen in einem zeitgenössischen Anzug ausdrucksstark darstellen. Matwej Maniser zeigte den Revolutionär unmittelbar nach dem Ende seiner Rede – mit erhobener Hand und einem angespannten, dynamischen Körper. Die Kleidung verbirgt dabei nicht die Körperform, sondern unterstützt die Darstellung des Charakters und der inneren Verfassung des Dargestellten.
Bei der Arbeit am Denkmal für die Opfer des 9. Januar 1905 stellte sich eine andere Herausforderung. Die Komposition musste bereits aus großer Entfernung wirken. Deshalb spielten Silhouette, Gestik und die Gesamtarchitektur des Monuments eine besonders wichtige Rolle. Die Bronzefigur eines Arbeiters wurde mit einer an eine Tribüne erinnernden Granitkonstruktion verbunden. Noch Jahrzehnte später wirkt das Denkmal eindrucksvoll und lässt sich auch aus größerer Entfernung gut erfassen.
Matwej Maniser arbeitete nur selten mit Stein und bevorzugte Bronze. Dieses Material ermöglichte es ihm, komplexe Bewegungen darzustellen, frei mit der Silhouette zu arbeiten und gleichzeitig eine hohe Detailgenauigkeit zu erzielen. Auch der technischen Seite seines Berufs widmete der Bildhauer große Aufmerksamkeit: der Herstellung des Modells, der Vorbereitung der Gussform, dem Guss und schließlich der Aufstellung des fertigen Werkes. Für ihn war ein Monument nicht mit seiner Fertigstellung in der Werkstatt vollendet. Es musste seinen Platz im Stadtraum finden und mit seiner Umgebung in einen Dialog treten.
Eine besonders wichtige Rolle spielte für Matwej Maniser die Teilnahme an Wettbewerben. Im Jahr 1924 reichte er seinen Entwurf für ein Lenin-Denkmal am Finnländischen Bahnhof ein. Obwohl letztlich ein anderer Entwurf umgesetzt wurde, blieb die Wettbewerbspraxis für ihn ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Entwicklung. Der Bildhauer nahm an zahlreichen Wettbewerben teil, überarbeitete seine Entwürfe immer wieder und suchte nach Lösungen, die künstlerischen Ausdruck, Architektur und die konkreten Anforderungen des jeweiligen Ortes miteinander verbanden.
Kein abstraktes Symbol, sondern ein lebendiger Mensch
Eine der wesentlichen Besonderheiten von Matwej Manisers Schaffen war sein Bestreben, sich auch bei der Gestaltung monumentaler und verallgemeinernder Figuren an realen Menschen zu orientieren. Er studierte aufmerksam das Aussehen, die charakteristischen Bewegungen und die Biografien seiner Vorbilder. Dadurch wurden seine Figuren nicht zu gesichtslosen Symbolen.
Besonders deutlich zeigt sich dieses Prinzip im Denkmal für Wassili Tschapajew, das im Jahr 1932 in Samara aufgestellt wurde. Matwej Maniser schuf eine der ersten mehrfigurigenReiterkompositionen der sowjetischen Kunst. Um Tschapajew gruppieren sich ein Kommissar, ein Matrose, ein Arbeiter, ein Bauer, ein Partisan und Rotarmisten. Gemeinsam bilden sie eine geschlossene und zugleich dynamische Gruppe.
Für die Figuren standen tatsächliche Teilnehmer des Russischen Bürgerkriegs Modell. Das Aussehen Tschapajews entwickelte der Bildhauer gemeinsam mit dessen Sohn Alexander, der seinem Vater äußerlich sehr ähnlich sah. Matwej Maniser ging es dabei nicht lediglich darum, wiedererkennbare Gesichtszüge zu reproduzieren. Entscheidend war für ihn das Gefühl einer gemeinsamen Bewegung. Jede Figur bewahrt ihren eigenen Charakter und wird zugleich Teil eines gemeinsamen Aufbruchs.
Ein ähnlicher Ansatz findet sich im Denkmal für Taras Schewtschenko in Charkiw. Um die zentrale Figur des Dichters sind Gestalten aus seinen Werken und Vertreter verschiedener historischer Epochen angeordnet. Die Skulptur wird so zu einer zusammenhängenden Erzählung, die sich von mehreren Seiten betrachten lässt. Matwej Maniser überträgt dabei gewissermaßen eine literarische und historische Handlung in die Sprache der Bildhauerei.
Bei der Gestaltung der Figur von Soja Kosmodemjanskaja hatte der Bildhauer keine Möglichkeit, sie persönlich zu sehen, und musste sich daher auf Fotografien stützen. Erhaltene Familiendokumente belegen, dass Sojas Mutter die Entstehung des Werkes aufmerksam verfolgte und die große Ähnlichkeit mit ihrer Tochter hervorhob. Für Matwej Maniser war dies von besonderer Bedeutung: Das heroische Bild sollte die Züge eines konkreten Menschen bewahren und nicht in einer abstrakten, pathetischen Darstellung aufgehen.
Sein Interesse galt dem menschlichen Körper jedoch nicht nur im Augenblick eines historischen Geschehens. Einen bedeutenden Teil seines Schaffens bilden Sportdarstellungen – darunter „Diskuswerfer“, „Ringer“, „Speerwerfer“ und „Gorodki-Spieler“. Matwej Maniser gab Anatomie, Muskelspannung und die Konzentration unmittelbar vor einer Bewegung mit großer Genauigkeit wieder. In diesen Arbeiten ist der Einfluss der antiken Bildhauerei deutlich erkennbar. Ihre Figuren gehören jedoch bereits einer neuen Epoche an. Es handelt sich nicht um mythologische Athleten, sondern um moderne Sportler, die das zeitgenössische Ideal von Gesundheit, Kraft und Harmonie verkörpern.
Die unterirdische Stadt des Matwej Maniser
Als bedeutendstes Werk Matwej Manisers gilt die Serie von Bronzeskulpturen für die im Jahr 1938 eröffnete Moskauer Metrostation „Platz der Revolution“. In den Bogengängen wurden 76 Figuren aufgestellt, die Teilnehmer der revolutionären Ereignisse, Soldaten, Arbeiter, Kolchosbauern, Sportler, Studenten sowie Eltern mit ihren Kindern darstellen.
Der Skulpturenzyklus ist wie eine Geschichte des Landes aufgebaut – von der Revolution von 1917 bis in die zweite Hälfte der 1930er-Jahre. Wer die Station durchquert, bewegt sich gewissermaßen entlang einer chronologischen Linie. Vor ihm erscheinen ein bewaffneter Arbeiter, ein revolutionärer Matrose, eine Fallschirmspringerin, ein Grenzsoldat, ein Ingenieur, eine Geflügelzüchterin, eine Studentin und eine junge Familie.
Die Architektur stellte Matwej Maniser vor eine besondere Herausforderung. Die Figuren mussten in die niedrigen Bereiche der Bogengänge eingepasst werden. Deshalb sind viele der dargestellten Personen sitzend, kniend oder nach vorn gebeugt dargestellt. Diese Einschränkung hätte die Kompositionen leicht eintönig wirken lassen können. Der Bildhauer machte sie jedoch zum Ausgangspunkt ihrer Dynamik. Jede Figur tritt auf ihre eigene Weise mit dem Raum in Beziehung: Eine scheint sich gerade erheben zu wollen, eine andere liest, eine dritte blickt in die Ferne, eine vierte hält ihre Waffe oder ihr Werkzeug fest.
Für einige Skulpturen standen reale Soldaten, Arbeiter, Sportler und Studenten Modell. Matwej Maniser schuf jedoch keine Galerie individueller Porträts. Seine Aufgabe bestand vielmehr darin, ein Gleichgewicht zwischen dem konkreten Menschen und einem wiedererkennbaren Typus zu finden. Der Passant sollte auf Anhieb erkennen können, wen er vor sich hatte, und zugleich den eigenständigen Charakter jeder einzelnen Figur wahrnehmen.
Mit der Zeit rückte das ursprüngliche ideologische Konzept der Station in den Hintergrund. Die Skulpturen begannen, ein Eigenleben zu entwickeln. Der Grenzsoldatenhund wurde zu einem der bekanntesten bronzenen Tiere Moskaus: Studenten berühren vor Prüfungen seine Nase, Fahrgäste reiben die Fahne des Signalgebers und die Waffe des Matrosen und lassen sich neben den Figuren fotografieren. Die Bronze ist durch die Berührungen mehrerer Generationen blank poliert.
Wahrscheinlich hätte sich selbst Matwej Maniser kaum vorstellen können, welche Bräuche rund um seine Werke entstehen würden. Doch gerade dieses unerwartete Eigenleben im Alltag zeigt, wie fest seine Skulpturen im städtischen Raum verankert sind. Als Darstellungen der sowjetischen Gesellschaft geschaffen, wurden die Figuren zu Orientierungspunkten, Glücksbringern und Begleitern alltäglicher Wege.
Der Bildhauer und seine Zeit
Matwej Manisers Schaffen lässt sich nicht losgelöst von der sowjetischen Epoche betrachten. Er gehörte zu den führenden Vertretern des Sozialistischen Realismus, erhielt staatliche Aufträge, schuf Denkmäler für politische Persönlichkeiten und wirkte an der Herausbildung des offiziellen künstlerischen Kanons mit. Seine Werke sollten verständlich, heroisch und überzeugend sein.
Sein künstlerisches Erbe jedoch ausschließlich auf seine ideologische Funktion zu reduzieren, würde der Vielschichtigkeit seines Schaffens nicht gerecht. Hinter jedem bedeutenden Werk standen intensive architektonische Studien, Dutzende von Skizzen, die Suche nach einem geeigneten Modell, genaue Berechnungen der Bewegungsabläufe und eine höchst anspruchsvolle Arbeit mit dem Material. Der Wandel der politischen und gesellschaftlichenVerhältnisse veränderte die Wahrnehmung seiner Themen, hob die handwerkliche und künstlerische Qualität seiner Werke jedoch nicht auf.
Matwej Maniser gelangte zu der Erkenntnis, dass monumentale Skulpturen nicht für sich allein existieren können. Sie sind abhängig von einem Platz, einem Gebäude, den Wegen der Menschen und dem jeweiligen Blickwinkel. Ein Denkmal muss aus der Ferne wirkungsvoll sein und zugleich aus der Nähe seinen inhaltlichen Reichtum bewahren. Die dargestellte Person muss einerseits als konkrete Persönlichkeit erkennbar sein und andererseits auch einem Betrachter etwas vermitteln können, der möglicherweise nichts über den jeweiligen Helden weiß.
Seine Erfahrungen fasste der Bildhauer in seinem zweibändigen Werk „Der Bildhauer über seine Arbeit“ zusammen, das 1940 und 1952 erschien. Schon der Titel verrät viel über sein Verhältnis zu seinem Beruf: Für Matwej Maniser war Kunst nicht nur Inspiration, sondern auch tägliche Arbeit, die Disziplin, technisches Wissen und eine ständige kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Entscheidungen erforderte.
Eine ebenso wichtige Rolle spielte die Lehre in seinem Leben. Er unterrichtete an den Höheren Künstlerisch-Technischen Werkstätten (WChUTEMAS), am Repin-Institut für Malerei, Bildhauerei und Architektur, am Moskauer Institut für Angewandte und Dekorative Kunst sowie am Moskauer Surikow-Kunstinstitut. Im Jahr 1939 wurde er zum Professor ernannt. Von 1947bis zu seinem Tod war er Vizepräsident der Akademie der Künste der UdSSR.
Während des Großen Vaterländischen Krieges arbeitete Matwej Maniser weiter an Darstellungen von Helden und Zeitgenossen. Das 1943 verliehene Stalinpreisgeld in Höhe von 100.000 Rubel übergab er dem Verteidigungsfonds. Diese Geste ergänzt das Bild eines Künstlers, für den die Kunst nicht losgelöst von den Ereignissen seiner Zeit existierte.
Ein Name, der in Bronze weiterlebt
Matwej Maniser starb am 20. Dezember 1966 in Moskau. Zu diesem Zeitpunkt war er Volkskünstler der UdSSR, Doktor der Kunstgeschichte, Professor, Akademiker und Träger zahlreicher staatlicher Auszeichnungen. Doch seine Titel und Ehrungen können die Bedeutung seines künstlerischen Erbes nur teilweise erklären.
Viel überzeugender sprechen die Städte selbst für ihn. Seine Werke befinden sich in Moskau, Sankt Petersburg, Samara, Rjasan, Uljanowsk und zahlreichen weiteren Städten. Einige wurden zu Sehenswürdigkeiten, andere fügten sich so selbstverständlich in ihre Umgebung ein, dass man den Eindruck gewinnen könnte, sie hätten schon immer dort gestanden.
Matwej Manisers wichtigste Erkenntnis über seinen Beruf lässt sich in seinen Werken selbst ablesen: Ein Monument bleibt lebendig, solange der Mensch mit ihm in einen Dialog treten kann. Dafür reichen weder eine imposante Größe noch ein feierliches Motiv aus. Entscheidend sind die Präzision der Geste, die Glaubwürdigkeit des Charakters und das Verständnis für den umgebenden Raum.
Sein bekanntestes Werk existiert heute weit über den ursprünglichen künstlerischen Entwurf hinaus. Menschen berühren die bronzenen Figuren, verbinden mit ihnen bestimmte Bräuche und Verhaltensweisen und verabreden sich in ihrer Nähe. Aus offizieller Kunst ist eine urbane Mythologie geworden, und die Helden einer bestimmten Epoche sind Teil des Lebens neuer Generationen.
Wahrscheinlich ist es genau das, was Matwej Maniser zu einem passenden Preisträger der Nominierung „Name des Volkes“ macht. Sein Name mag nicht jedem Fahrgast bekannt sein, doch die von ihm geschaffenen Figuren kennen Millionen Menschen. Und jedes Mal, wenn eine Hand die blank polierte Nase des bronzenen Hundes auf der Station „Platz der Revolution“ berührt, lebt das Erbe des Bildhauers weiter.
Übersetzt aus dem Russischen von Evelyn Schott











