„Reihe von Jubiläumsveranstaltungen zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“: Wie läuft das jährliche Kulturprojekt in Barnaul ab


Das Zentrum für kulturelle und geschäftliche Zusammenarbeit „Die Deutschen der Altairegion“ wird das ganze Jahr 2026 über das Projekt „Reihe von Jubiläumsveranstaltungen zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“ durchführen. Im März fanden im Zentrum zwei Veranstaltungen statt. Sie waren zwei in der Altairegion bekannten Persönlichkeiten gewidmet – Günter Türk und Friedrich Schneider.

Günter Türk ist ein talentierter Dichter, den Fachleute in eine Reihe mit Boris Pasternak, SergejJessenin, Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa stellen. In diesem Jahr jährte sich sein Geburtstag zum 115. Mal.

Im Rahmen der Veranstaltung tauchten die Teilnehmer in das Leben und Schaffen von Günter Gustawowitsch ein und lernten die wichtigsten Stationen seines Lebens, seine Familie und sein Werk kennen.

Leider wurde zu Lebzeiten von Günter Türk keines seiner Werke veröffentlicht. Erst dank der Bemühungen der Gesellschaft wurde die Bewahrung des literarischen Erbes des Dichtersmöglich. Im Jahr 1997 wurde der Gedichtband „Dir, mein Stern…“ veröffentlicht, und das Werkvon Günter Türk, das zuvor von seinen Angehörigen sorgfältig gehütet worden war, wurdeerstmals den Lesern vorgestellt. Im Rahmen unserer Veranstaltung trug der Moderator des Treffens mehrere Gedichte des Dichters vor, die die Gäste der Veranstaltung tief im Herzen berührten.

„Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen. Vielen Dank für die Organisation und die Einladung! Die Präsentation des Materials durch die Mini-Ausstellung, die Videosequenz, das Gespräch und die Gedichtlesung war tiefgründig und gut strukturiert.

Den Organisatoren ist es gelungen, uns vollständig in die Atmosphäre jener Zeit zu versetzen, in der der Dichter lebte. So konnten die Zuschauer die ganze Tragik seines Lebens nachempfinden. Nach der Veranstaltung, schon am Abend, habe ich Gedichte von Günter Türk im Internet gefunden und mich darin vertieft.

Nochmals vielen Dank für das Treffen! Eine solche Veranstaltung spielt eine wichtige Rolle beider Bewahrung des literarischen Erbes der Russlanddeutschen!“ – teilte uns eine der Teilnehmerinnen des Treffens mit.

Die zweite Veranstaltung der Jubiläumsreihe war dem Andenken an den großen Friedrich Schneider gewidmet – einem Helden der sozialistischen Arbeit, der den Weg vom Traktorfahrerzum Leiter eines der größten landwirtschaftlichen Betriebe der Altairegion zurückgelegt hatte. Im März dieses Jahres wäre Friedrich Friedrichowitsch 100 Jahre alt geworden.

Wir sagen oft, dass man einen Menschen nicht nach seinen Worten, sondern nach seinen Tatenbeurteilt. Das gesamte Leben Friedrich Schneiders, von seiner Jugend bis zu seinem Lebensende, zeigt überzeugend: Friedrich Friedrichowitsch war nicht nur ein Mann der Tat, sondern auch der Taten. Er war jemand, der über einen seltenen Willen und Charakter verfügte, der es verstand, Verantwortung für das Schicksal anderer Menschen zu übernehmen und diese Last bis zum Ende zu tragen.

Bei dem vergangenen Treffen sprachen alle darüber, die mit Friedrich Friedrichowitschzusammengearbeitet hatten oder ihn einfach nur kannten. Bei dem Treffen wurden vieleherzliche und freundliche Worte an ihn gerichtet, und es wurde auch über seine Tätigkeit und seinen Beitrag zur Entwicklung der Brauerei Podosnowski berichtet. Auch Friedrich Friedrichowitschs Sohn Sergej Schneider teilte mit den Gästen der Veranstaltung seine herzlichen und lebhaften Erinnerungen an seinen Vater.

„69 Jahre – so lang war der Lebensweg von Friedrich Friedrichowitsch. Wie viel hat er auf dieser Erde doch erreicht! Wir gedenken ihm und danken ihm…“ – mit diesen Worten endete der Jubiläumsabend zum Gedenken an ihn.

„Das war eine sehr wichtige und interessante Veranstaltung. Mir hat gefallen, dass die Menschen einen solchen Menschen trotz der vergangenen Zeit nicht vergessen. Er war ein gütiger und gerechter Mensch. Es war interessant für mich, mehr über Friedrich Friedrichowitsch, sein Leben, seine Taten und sein Handeln zu erfahren. Ich finde, solche Treffen sollten öfterstattfinden“, teilte uns einer der Teilnehmer des Treffens mit.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Jubiläumsreihe zu Persönlichkeiten des öffentlichenLebens findet bereits im Mai statt und ist Kornej Petkau gewidmet – dem Dichter, Schriftsteller, Pädagogen, Musiker, Organisator und Leiter des Ensembles „Lorelei“.


Das Projekt wurde mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutscher Kultur imRahmen des Förderprogramms der Russlanddeutschen realisiert.

Rubriken: Veranstaltungen