Seit rund 35 Jahren setzen sich Begegnungsstätten und Vereine der Russlanddeutschen für die Bewahrung der Sprache, der Traditionen und der Geschichte ihres Volkes ein. Zur Unterstützung kultureller Initiativen, zur Teilnahme an Festivals und Wettbewerben sowie zur Umsetzung hochwertiger Projekte benötigen die Kunstgruppen Trachten.
Lange Zeit traten Gesangs- und Tanzensembles in selbstgenähten Trachten und Dirndln auf. Die Historikerin und Heimatforscherin Elena Arndt hat umfangreiche Informationen über die Kleidung der Wolgadeutschen zusammengetragen, woraus das Buch „Die Tracht der Wolgadeutschen“ hervorging.
Im Rahmen des Projekts „Anschaffung von Trachten für kreative Gruppen der Russlanddeutschen“ wurde ein Trachtenmodell für die Tanzgruppe „Ulybka“ aus dem Dorf Schdanowka im Alexandrowskij Bezirk in der Region Orenburg entworfen. Elena Arndt stand bei der Gestaltung der Trachten beratend zur Seite. Es wurden Stoffe ausgewählt und in einer Schneiderei Trachten für die Gruppe genäht, die aktiv an regionalen und überregionalen Festivals teilnimmt und die Kultur der Russlanddeutschen sowohl innerhalb der Gemeinschaft als auch vor einem breiten Publikum präsentiert.
Die Leiterin der Gruppe, Gulnara Lotarjowa, erklärte: „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung! Wir bereiten gerade einen neuen Tanz für die Teilnahme am Festival ‚Das Lächeln der Terpsichore‘ vor. Und wir haben bereits eine Einladung zu einem überregionalen Projekt erhalten.“
Die Teilnehmer von „Ulybka“ bedankten sich beim Internationalen Verband der deutschen Kultur für die rechtzeitige Unterstützung, Aufmerksamkeit und Fürsorge und betonten, dass die neuen Kostüme sie zu neuen kreativen Errungenschaften inspirieren.
Das Projekt wurde mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutscher Kultur im Rahmen des Förderprogramms der Russlanddeutschen realisiert.
