Das Heimatmuseum Marx hat seine einzigartige Ausstellung „Kulturerbe in Farben: Geschichte bewahren“ abgeschlossen. Die Ausstellung war dem 15. Jahrestag der Avantgarde-Bewegung und der Künstlervereinigung der Russlanddeutschen (TORN) sowie dem 260. Jahrestag der Stadt Marx gewidmet.
Jekaterinenstadt (das heutige Marx) wurde 1765 von deutschen Siedlern gegründet, die auf Einladung Katharinas der Großen ins Russische Reich gekommen waren, um das unbewohnte Land der Region Saratow zu erschließen. Die Kolonie entstand dank des Engagements von Baron Frederik Beauregard de Cano. In ihrer 260-jährigen Geschichte trug die Stadt zahlreiche Namen: Jekaterinenstadt, Baronsk, Jekaterinograd, Marxstadt und schließlich ist sie heute als Marx bekannt. Dank der Bemühungen der Kolonisten entwickelte sich Jekaterinenstadt (Marx) bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Wolgadeutschen mit einer gut ausgebauten Infrastruktur.
Der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die Bewahrung des kulturellen Erbes standen im Mittelpunkt des Besuchs des Heimatmuseums Marx. Für viele war die Ausstellung „Kulturerbe in Farbe: Geschichte bewahren“ eine wahre Offenbarung: Sie erkannten vertraute Orte aus ihrer Kindheit wieder und teilten Erinnerungen und Gefühle – denn den Künstlern gelang es, die besondere Atmosphäre und den Geist der Orte, an denen die Vorfahren der Russlanddeutschen lebten und arbeiteten, einzufangen. Die Besucher, die als Gäste der Stadt die Ausstellung besuchten, konnten die Kultur und den Alltag der Russlanddeutschen, deren Schicksal untrennbar mit der Geschichte der Wolgaregion verbunden ist, besser verstehen.
Wie ein Besucher bemerkte: „Beim Betrachten dieser Gemälde versteht man …“ Und mehr dazu erfahren Sie hier.
