Das Jahr 2026 ist ein bedeutender Meilenstein für die gesellschaftlichen Organisationen und kreativen Gruppen der russlanddeutschen Gemeinschaft. In diesem Jahr feiert auch das beliebte Vokalensemble „AkzeNt“ sein fünfzehnjähriges Bestehen. Es gelang uns, eine Probe zu besuchen und mit den Mitgliederinnen des Ensembles zu sprechen.
Samstagmorgen. Das Deutsch-Russische Haus in Moskau liegt in einer ungewohnten, halbschlafenden Stille. Von der Straße aus ist nur das Licht aus den Klassenzimmerfenstern zu sehen – dort finden Treffen des Sprachklubs und die Aktivitäten der Sonntagsschule statt. Sollten Sie sich jedoch entscheiden, das Haus zu betreten, werden Sie schon im Flur feststellen, dass die scheinbare Stille des Kulturzentrums trügerisch ist.
Die hallenden Gewölbe der Lobby hallen wider vom Klang eines Klaviers und einem Crescendo aus samtigem Alt und hellem Sopran – das Vokalensemble „Aktsent“ hat sich in „Berlin“ niedergelassen. Die Sängerinnen singen nach Noten die berühmte „Ode an die Freude“ von Beethoven aus der Neunten Symphonie. Wenige Minuten später wechseln sich das Singen ab mit dem volkstümlichen russischen Lied „Oi, pri luschku, pri luschke“.
Plötzlich unterbricht eine Frage des Klavierspielers, Metronom und Dirigenten zugleich – der Leiterin des Ensembles, Natalia Altner: „Habt ihr Gänsehaut bekommen?“ Und tatsächlich: Wenn die dichte Altstimme auf das funkelnde Sopran trifft und beide zu einem musikalischen Gewebe verschmelzen, laufen nicht nur den Musikerinnen, sondern auch den Zuhörern angenehme Gänsehautmomente den Rücken hinunter.
Das Programm bei feierlichen Veranstaltungen im Deutsch-Russischen Haus in Moskau ist kaum ohne einen Auftritt von „AkzeNt“ vorzustellen. Das Repertoire des Ensembles ist so umfangreich, dass es nicht nur für den gesamten jährlichen Zyklus der russlanddeutschen Feierlichkeiten ausreicht, sondern auch für originelle Konzertprogramme, die in Zusammenarbeit mit anderen Künstlervereinigungen realisiert werden. Wie Natalia Altner zugibt, hat sich im Ensemble eine schöne Tradition eingebürgert: Fast jeder Auftritt bei einem großen Fest endet damit, dass ein neues Mitglied der Gruppe beitritt.
Im Herbst 2026 wird „AkzeNt“ sein fünfzehnjähriges Bestehen feiern. Während die Leiterin noch an der Entwicklung des Jubiläumsprogramms arbeitet, möchten wir Ihnen im Folgenden das Gespräch mit den Mitgliedern des Ensembles vorstellen, das sich nach einer Samstagsprobe ergab.
Natalia, das „AkzeNt“-Ensemble besteht seit 2011. Erzählen Sie uns bitte, wie die kreative Gruppe entstanden ist, die Sie leiten?
Natalia Altner: Zunächst möchte ich meinen Dank ausdrücken für die Aktivität, mit der ich mich heute beschäftige – und das verdanke ich vor allem meinem Großvater, Paul Altner. Er wurde im Dezember letzten Jahres, im Jahr 2025, 95 Jahre alt geworden.
Mein Großvater hat mir die Liebe zur deutschen Musik vermittelt. Er gründete das große Familienorchester ‚Retro‘, in dem mein Vater, meine Mutter, meine Schwestern, Tanten und auch die Studenten meines Großvaters mitspielten.
Schon mit 14 Jahren hatte ich das Glück, mit diesem Familienorchester auf Tournee durch viele Ecken Russlands zu gehen und dabei die Kultur der Russlanddeutschen durch die Werke erstklassiger Ensembles zu erleben.
Meine erste Vokalgruppe gründete ich in Ufa, während meines Gesangsstudiums im Konservatorium. Das war 1996. Später zog ich nach Orenburg um, dort rief ich das Vokalensemble „Quelle“ ins Leben. 2011 schließlich gründeten wir in Moskau das heutige Ensemble „AkzeNt“.
Dieses Jahr feiert Ihr Ensemble das fünfzehnjährige Jubiläum. Welchen Prinzipien bleiben Sie treu? Wie hat sich Ihre Arbeitsweise in dieser Zeit verändert?
Natalia Altner: Das wichtigste Prinzip ist wohl der Wunsch eines Menschen. Der Wunsch zu kreieren, immer Neues zu lernen und, in gewisser Weise, sich selbst zu übertreffen.
‚AkzeNt‘ ist ein Laienensemble, deren Mitglieder Frauen aus ganz verschiedenen Berufen sind: Juristen, Lehrer, Journalisten, Ökonomen – doch alle verbindet die Liebe zum Singen.
In all den Jahren haben mehr als 50 Personen das Ensemble durchlaufen. Einige wurden Mütter, andere zogen in eine neue Stadt um. Unser Ensemble lebt heute verstreut in Deutschland, den USA, Argentinien, Frankreich.
Im Jahr der Pandemie haben wir einen Weihnachtsgruß aus aller Welt geschaffen. Musik hat die Kraft, Menschen zu vereinen, egal wie weit entfernt sie sind.
Tatiana Petunina: Natalia geht sehr behutsam mit den Mitgliedern um, vor allem, wenn neue Leute hinzukommen. Sie hilft jedem so einfühlsam, sich in die Gruppe einzufügen, dass ihre Vorsicht und Zärtlichkeit mich sehr berühren. Hauptberuflich bin ich Mathematik- und Informatiklehrerin.
Lina Hamburg: Ich bin seit Herbst 2025 Teil von „AkzeNt“. In der kurzen Zeit, die ich im Ensemble verbracht habe, habe ich verstanden: Natalia ist die zentrale Inspiration. Sie bemüht sich sehr, dass wir nicht nur „unter uns“ singen, sondern auch öffentlich auftreten, und plant die Konzepte für jeden Auftritt. Es herrscht in unserem Team eine sehr freundschaftliche, vertrauensvolle Atmosphäre.
Fehler werden bei uns nicht als Anlass zur Kritik angesehen, sondern als Gelegenheit für einen guten Witz. Humor motiviert uns, weiterzukommen.
Sie sagen oft, dass Sie durch zwei große Leidenschaften verbunden sind – Musik und die deutsche Sprache. Wie verschmelzen diese in Ihrer Kunst?
Natalia Altner: Wir sind sehr glückliche Menschen, denn wir leben in einem einzigartigen Land – Russland. Hier leben Vertreter von 194 Nationalitäten, die über 270 Sprachen sprechen. Wir haben die Möglichkeit, unser kulturelles Erbe und die Traditionen unserer Vorfahren zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Die deutsche Sprache wird relativ selten verwendet, daher war es unsere Hauptaufgabe, sie hörbar zu machen.
Viele halten Deutsch für eine ziemlich harte und raue Sprache, doch in den Liedern gewinnt sie eine ganz andere Farbigkeit: Sie wird weicher und melodischer. Wir sind Russlanddeutsche, und unsere russische Seele spiegelt sich selbstverständlich in unserem Gesang wider, egal in welcher Sprache wir singen.
Eugenia Markina: Ich bin nach Deutschland gereist und habe mir angehört, wie die einheimische Bevölkerung spricht.
Ihre Rede war buchstäblich Musik in meinen Ohren. Ich liebe es, auf Deutsch zu singen, und glaube, dass wir so die Kultur der russischen Völker bewahren und die Verbindungen zwischen den Generationen pflegen.
Elena Danilejko: Ich bin in das Ensemble eingetreten, weil ich vorher im „Russisch-Deutschen Jugendverband“ aktiv war, dort habe ich kleine Musikgruppen geleitet. Für mich war es wichtig, diese Verbindung zur Sprache zu bewahren.
Ich bin über den Jugendring der Russlanddeutschen in das Ensemble eingetreten: Bevor ich nach Moskau zog, besuchte ich die Veranstaltungen des Deutsch-Russischen Hauses in Taganrog. Dort leitete ich eine kleine Gesanggruppe. Es war mir wichtig, diese Verbindung zur Sprache aufrechtzuerhalten.
Außerdem ist Deutsch meine zweite Fremdsprache, die ich auch unterrichte.
Die russlanddeutschen Lieder sind für mich eine Art seelische Zuflucht.
Natalia Altner: Dank der Förderprogramme für Russlanddeutsche konnte ich an verschiedenen Fortbildungsseminaren für Chorleiter teilnehmen. Dort arbeiteten wir intensiv an der phonetischen Analyse der deutschen Sprache und der richtigen Aussprache in Gesangsstücken.
Wir haben beispielsweise mit Professor Güntner Lesche vom Kölner Institut für Kunst zusammengearbeitet.
Er betonte die Bedeutung, den Text zu übertragen, denn jedes vokale Werk ist eine Synthese aus Musik und Poesie. Es ist wichtig, nicht nur die Melodie, sondern auch die Bedeutung des Stücks zu vermitteln.
Deutschsprachige Werke bilden einen bedeutenden Teil des Repertoires des Ensembles, beschränken sich aber nicht darauf. Bitte erzählen Sie uns mehr über die musikalischen Kompositionen, an denen Sie arbeiten.
Elena Danilejko: Wir haben ein sehr vielfältiges Repertoire. Als Teil des Deutsch-Russischen Hauses und der gesellschaftlichen Bewegung der Russlanddeutschen singen wir hauptsächlich deutsche Volkslieder. Zu unserem Repertoire gehören aber auch russische Volkslieder. Vor zwei Jahren traten wir mit einer tatarischen Gruppe auf und lernten daher Lieder in Tatarisch.
Die Chance, in verschiedenen Richtungen aktiv zu sein, fasziniert uns sehr.
Natalia Altner: Für jedes kreative Team ist es wichtig, nach neuen, interessanten Kooperationen zu suchen.
Bei uns sind im Ensemble Sängerinnen, die nicht immer Noten lesen können – deshalb ist die Arbeit an den Stücken auch besonders.
Wichtig ist nicht nur, dass man lernt zu singen, sondern auch, ein Stück zu respektieren und es zu leben. Das gelingt vor allem, wenn man die Menschen begeistert, ihnen die Liebe zum gemeinsamen Schaffen vermittelt.
Dafür biete ich ihnen eine Vielfalt an Musikgenres und Liedern an. Unser Repertoire umfasst zahlreiche russische Werke, sowohl klassische als auch Volksmusik, sowie Lieder in anderen Sprachen.
In den letzten Jahren war unser Ensemble zweimal Teilnehmer beim Jazzfestival, das im Rahmen des Förderprogramms für die Russlanddeutschen im Dorf Kubanka des Gebiets Orenburg stattfindet. Organisiert wird das Festival von Jakob Penner, dem Leiter des bekannten Jazzorchesters.
Am 31. Januar nahm ihr Vokalensemble am XI. Festival „Weihnachtsgesänge verschiedener Nationen“ teil, das in der römisch-katholischen Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria in Moskau stattfand. Welche Bedeutung hat diese Tradition für ihrem Ensemble?
Eugenia Markina: Das ist für mich jedes Jahr das Highlight, weil genau dieses Festival mein erstes Jahr im Ensemble markierte.
Die Kathedrale ist ein besonderer, heiliger Ort. Die Akustik ist beeindruckend, das sanfte Licht trägt zur festlichen Stimmung bei. Für mich ist genauso wichtig, wie die Reaktion im Publikum ausfällt.

Die römisch-katholische Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria in Moskau
Natalia Altner: Dieses lang ersehnte Festival wird jährlich von der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Polen „Kongress der Polen in Russland“ unter der Leitung von Galina Romanowa veranstaltet. Die Einzigartigkeit des Events liegt darin, Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenzubringen.
Wir alle sangen auf verschiedenen Sprachen – auf Russisch, Deutsch, Polnisch, Armenisch, Georgisch, Ukrainisch, Lettisch – über eines, das uns alle verbindet: die allumfassende göttliche Liebe.
Durch die Teilnahme am Festival, hören wir nicht nur hochkarätige Chöre, sondern lernen auch andere Sprachen und Kulturen kennen. Außerdem eröffnen sich in der Kathedrale unglaubliche akustische Möglichkeiten. Ein Auftritt in der größten katholischen Kathedrale in Russland ist eine große Ehre und eine enorme Verantwortung. Deshalb sind wir, obwohl die Besetzung unseres Ensembles sich verändert, immer mit großer Freude dabei.
Julia Kolessowa: Ich bin erst kürzlich dem Vokalensemble beigetreten: Nach Weihnachten kam ich zum ersten Mal zur Probe. Am 31. Januar haben wir bereits in der römisch-katholischen Kathedrale aufgetreten.
In einem Kirchenhaus zu singen war für mich eine völlig neue Erfahrung. Zuvor, in der Musikschule und Hochschule, hatten meine Auftritte in klassischen Konzertsälen stattgefunden.
Wenn man sich im Tempel befindet, seine Details sieht, entsteht ein Gefühl großer Verantwortung.
Irina Plisetskaja: Ich bin seit 2014 bei „AkzeNt“ dabei. Jedes Jahr wird das Festivalprogramm interessanter. Wir versuchen auch selbst, unser Repertoire zu verändern.
Ein Auftritt in einem Kirchenhaus – die besondere Akustik dieses Ortes macht das zu einem besonderen Genuss: Werke, die speziell für den Vortrag in Kathedralen geschrieben wurden, klingen unter ihren Gewölben ganz anders.
Natalia, Sie haben gesagt, dass Sie es lieben, Ihr Können nicht durch irgendwelche Grenzen einschränken zu lassen und nach spannenden Kollaborationen mit anderen Sängergruppen suchen. Könnten Sie uns bitte von weiteren beeindruckenden Projekten erzählen, an denen das Ensemble „AkzeNt“ beteiligt war?
Natalia Altner: Ja, Stillstand und Einseitigkeit im Schaffen sind nicht mein Ding. 2022 haben wir ein umfangreiches mehrsprachiges Weihnachtsprogramm mit dem professionellen Chor „Moskauer Oratorium“ (russ. „Moskowskaja Oratoria“) unter Leitung von Alexander Tsaljuk vorbereitet. Unser Ensemble schloss sich diesem großen Chor mit über hundert Sängern an.
Aus Sicht des professionellen Wachstums war die Zusammenarbeit mit ‚Moskauer Oratorium‘ eine bedeutende Entwicklung für unsere Sängerinnen. In der dortigen gemischten Chorkomposition haben wir einen wichtigen Qualitätssprung gemacht.
2024 erarbeiteten wir gemeinsam das Programm „Sternbild der Kulturen“ zusammen mit dem Vocalensemble der tatarischen Volksmusik „Dajan“ und präsentierten unsere gemeinsame Arbeit im Deutsch-Russischen Haus sowie im Tatarischen Kulturzentrum.
Das Hauptziel dieser Zusammenarbeit war es, die traditionelle Liedkultur eines anderen Volkes kennenzulernen.
Das Programm bestand aus russischen, deutschen und tatarischen Volksliedern. Neben der musikalischen Vorbereitung des Programms haben wir uns viel ausgetauscht und das einzigartige musikalische Erbe unserer Völker kennengelernt.
Es scheint, dass die Russlanddeutsche und Tataren völlig unterschiedlich sind – in Glauben, Traditionen, Bräuchen und Sprache. Aber wir haben auch viel gemeinsam: unsere traditionellen geistigen und moralischen Werte, unsere gemeinsame Geschichte, unsere allumfassende Liebe zu Russland. Diese Erfahrung hat zur Entwicklung unseres Ensembles in verschiedenen Genres und Richtungen beigetragen.
2025 wurde unser Ensemble Organisator des Chorkonzerts „Auf den Frühling zu“ im Deutsch-Russischen Haus. Gemeinsam mit den Chören „Klassika“ und „Raduniza“ bereiteten wir ein Programm vor. Die Leitung dieser Gruppen liegt bei der herausragenden Chorleiterin und verdienten Kulturarbeiterin Julia Winogradowa. Gemeinsam führten wir Beethovens „Ode an die Freude“ und Rachmaninows „Frühlingswasser“ auf.
In einem Interview zum zehnjährigen Jubiläum des Ensembles sprachen Sie vom Wunsch, ein Album mit russlanddeutschen Liedern aufzunehmen, die neu erklingen und weiterleben sollen. Ist das Projekt verwirklicht worden?
Natalia Altner: Ja, den Wunsch, ein Album aufzunehmen, hatten wir schon zum 10. Jubiläum unseres Ensembles. 2023 haben wir mit Unterstützung der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen und des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur eine Sammlung von Kanons aufgenommen sowie einen Notenband mit Kanons auf Deutsch und Latein veröffentlicht.
Es war geplant, eine didaktische Anleitung zu erstellen, die wir mit anderen Sangesfreunden teilen könnten.
Der Kanon ist eine der einfachsten Formen der Mehrstimmigkeit. Wir haben 12 Kanons auf Deutsch und Latein aufgenommen.
Dabei handelt es sich um Lieder verschiedener Genres: Frühlings-, Herbst-, Winterlieder sowie humorvolle Stücke.
Wie fühlen Sie sich, wenn Sie samstags zur Probe kommen und diese wieder verlassen? Können Sie Ihren emotionalen Zustand vor und nach dem Treffen vergleichen?
Elena Danilejko: Ich komme immer mit großer Freude zu unseren warmen Treffen, auch wenn sie am Wochenende stattfinden. Ich kann mir meinen Samstag ohne Probe kaum mehr vorstellen.
Lina Hamburg: Während der Treffen schöpfen wir alle eine kräftige Portion positiver Energie. Wir tanken gegenseitig Kraft – im besten Sinne.
Tatiana Petunina: Trotz der angesammelten Müdigkeit vom Alltag verlässt man die Probe so emotional erfüllt, dass man förmlich noch den ganzen nächsten Tag „schwebt“.
Irina Plisetskaja: Ich liebe den Mehrstimmgesang und den Effekt, den er bei mir auslöst – Gänsehaut. Wie Natalia es gern oft sagt: „Es läuft die Gänsehaut!“ (lächelt)
Natalia Altner: Ich leite Gesangsensembles mein ganzes Leben lang. Derzeit ist meine Haupttätigkeit die Arbeit in der Allrussischen gesellschaftlich-staatlichen Organisation „Versammlung der Völker Russlands“ (russ. „Assambleja narodow Rossii“). Das Ziel dieser Organisation ist die Konsolidierung unseres multinationalen Volkes, die Bildung einer allrussischen zivilgesellschaftlichen Identität sowie die Stärkung des Einheits- und Einvernehmens der Völker Russlands.
Das Dirigieren, Unterrichten und Leiten im Chor sind für mich zu einem unglaublich lieb gewonnenen Hobby geworden. Sie helfen mir unbestreitbar in meinem Hauptberuf.
Jede Kunstform – ob Musik, Malerei oder Theater – bietet vor allem die Möglichkeit, die Schönheit der umgebenden Welt und des Menschen selbst zu erkennen. Kunst fördert die Analysefähigkeit, fordert die Fähigkeit zur Entscheidung, formt Wertesysteme, stärkt soziale Kompetenzen und das gemeinsame Schaffen.
Eugenia Markina: Für mich ist Musik und Singen pure Freude, ein Tapetenwechsel, eine Möglichkeit vom Arbeitsalltag zur Kreativität zu wechseln.
Julia Kolessowa: Während der Proben tauche ich in einen halbmeditativen Zustand ein. Um die Melodie rein zu singen, konzentriere ich mich auf die Gedanken an die Partitur, Tonart, den Text und den Sinn des Stücks – in diesen Momenten treten alle Alltagsprobleme in den Hintergrund.
Der musikalische ‚AkzeNt‘ klärt die Gedanken.
Natalia Altner: Jede Kunst ist ein Austausch von Energien, der zur Vereinigung führt. Einmal sagte der Chorleiter und Pädagoge Georg Struve:
Der Chor ist ein Abbild der idealen Gesellschaft, basierend auf gemeinsamen Zielen und harmonischem Atem. Eine Gesellschaft, in der es wichtig ist, den anderen zu hören, aufeinander zu achten. In der die Individualität nicht unterdrückt, sondern in voller Blüte entfaltet wird.












