Festlicher Gala-Abend bringt Teilnehmer und Gäste des Forums-Festivals der Russlanddeutschen zusammen


Den krönenden Abschluss des Forum-Festivals der Russlanddeutschen in Samara bildete eine fulminante Gala-Show. Sie brachte talentierte Ensembles sowie Kulturschaffende aus den verschiedensten Regionen des Landes auf einer Bühne zusammen. Das anspruchsvolle Konzertprogramm spiegelte die lebendige Vielfalt der Kulturtraditionen der Russlanddeutschen wider. Es setzte damit einen symbolischen Schlusspunkt hinter die ereignisreichen und intensiven Festivaltage.

Den feierlichen Schlussakkord des Forum-Festivals der Russlanddeutschen bildete ein glanzvolles Gala-Konzert. Dieses vereinte Musiker, Vokalkünstler, Tanzensembles sowie die Gäste der Veranstaltung in einem gemeinsamen Kulturraum. Im Laufe des Abends wurde dem Publikum ein facettenreiches Programm geboten, das mit anspruchsvollen Gesangs-, Instrumental- und Choreografie-Darbietungen überzeugte.

Eröffnet wurde der Abend mit herzlichen Grußworten von Elisaweta Graf, der Vorsitzenden des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, und Konstantin Matis, dem Präsidenten der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen und Mitglied des Rates für zwischennationale Beziehungen beim Präsidenten der Russischen Föderation.

Ich freue mich außerordentlich, dass wir in so großer Runde und als so starke Gemeinschaft hier in der Wolgaregion zusammengekommen sind – der historischen Heimat und der Wiege der Russlanddeutschen. Wir haben produktiv gearbeitet, wertvolle Gespräche geführt und zukunftsweisende Strategien diskutiert. Das heutige Gala-Konzert steht ganz im Zeichen des 35-jährigen Jubiläums des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur. Zu diesem Festtag möchte ich uns allen und all unseren Organisationen von Herzen gratulieren. Denn erst durch das unermüdliche Wirken des Verbandes ist der Zusammenschluss der Russlanddeutschen überhaupt erst möglich geworden. Auch die Föderale national-kulturelle Autonomie verdankt ihr heutiges Gesicht maßgeblich dem IVDK. Mein besonderer Dank und meine Glückwünsche gelten der Leitung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur, der Geschäftsführung sowie allen Vorsitzenden der angeschlossenen Organisationen. An diesem geschichtsträchtigen Tag des 35-jährigen Bestehens ist es mir zudem eine tiefe Pflicht und ein echtes Herzensanliegen, den Gründern des IVDK zu gratulieren: Heinrich Martens und Olga Martens. Ich bin mir sicher, dass dieses Datum auch für sie von unschätzbarer Bedeutung ist. Ebenso danke ich allen Teilnehmern und Partnern, die den Weg hierher auf sich genommen haben, und spreche der Regierung des Gebiets Samara meinen tiefen Dank aus. Lassen Sie die Liebe zu unserer Kultur lebendig bleiben und tragen Sie unsere russlanddeutsche Identität voller Stolz in die Welt! – Konstantin Matis.

Wir sind der Regierung der Stadt Samara zutiefst dankbar, dass wir dieses glanzvolle Gala-Konzert in diesem wunderschönen Saal ausrichten dürfen. Was mich jedoch am meisten berührt: Es gibt im Publikum keinen einzigen freien Platz – der Saal ist bis auf den letzten Platz besetzt. Dies zeugt von dem enormen Interesse an der Kultur der Russlanddeutschen, die auch hier in Samara eine Heimat haben. Vor 35 Jahren begann der Internationale Verband der deutschen Kultur seine Arbeit genau mit solchen Festivals, Konzerten und kulturellen Darbietungen. Diese Tradition führen wir bis heute erfolgreich fort. Seit nunmehr 35 Jahren unterstützt unsere Organisation unermüdlich Musiker, Sänger, Tänzer, Volkskunstensembles sowie all die Kulturschaffenden unserer Gemeinschaft. Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird! – Elisaweta Graf.

Besonders tiefen Eindruck hinterließen beim Publikum die Darbietungen der Ensembles, die aus den verschiedenen Regionen Russlands angereist waren. Ein absoluter Publikumsmagnet waren die lebendigen und unvergesslichen Auftritte des Brauchtumsensembles für deutschen Volkstanz „Volkskarussell“ aus Petrosawodsk. Die Künstler begeisterten mit mitreißenden Volkstänzen, die bereits mehrfach das Publikum und Experten auf russischen sowie internationalen Bühnen überzeugen konnten.

Den musikalischen Teil des Programms bereicherten die Auftritte des Instrumentalensembles „Traum“ und des Vokalensembles „Veilchen“ aus Engels. Für eine ganz besondere Atmosphäre im Saal sorgte der klangvolle Einsatz von Akkordeons sowie die Darbietung von Werken, die den reichen Schatz der musikalischen Traditionen der Russlanddeutschen widerspiegelten.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte das Publikum den Auftritt des Chors der evangelisch-lutherischen St. Georgs-Kirche zu Samara, der Werke der deutschen geistlichen Musiktradition zu Gehör brachte. Ihre kreativen Darbietungen präsentierten zudem die Ensembles „Erika“ aus Toljatti und „Edelweiß“ aus Samara.

Zu einem wahren Glanzlicht des Abends wurden die Auftritte der Solisten. Die Sängerin Aljona Pohl aus Surgut begeisterte das Publikum mit dem Lied „Ach, Samara“, gefolgt vom Auftritt des Kinder-Volksorchesters des Zentrums der deutschen Kultur der ländlichen Siedlung Kubanka (Gebiet Orenburg) unter der Leitung von Jakob Penner. Maria Kindsfater aus Moskau interpretierte ausdrucksstark die lyrische Komposition „Es fließt die Wolga“ (russ. „Tetschjot reka Wolga“), während Kirill Schifelbaen, Preisträger nationaler Wettbewerbe, seinen Auftritt dem Tag Russlands widmete.

Das Konzertprogramm wurde zudem durch den Liedermacher Alexander Spirin aus Toljatti sowie den Komponisten und Gitarristen Alexander Wecker bereichert, der das Stück „Walzer der Erinnerung“ (russ. „Wals pamjati“) in einem modernen Rock-Arrangement präsentierte. Daniil Wilpert, Solist des Operettentheaters des Gebiets Saratow, berührte das Publikum mit seiner Interpretation des Liedes „Das Rauschen der Birken“ (russ. „Schum berjoz“).

Während des gesamten Abends sorgten die Moderatoren Swetlana Rainik aus Perm und Konstantin Sarschetski aus Tomsk für eine herzliche und familiäre Atmosphäre, indem sie das Publikum durch das Programm führten, die Künstler vorstellten und Einblicke in die Entstehungsgeschichte der einzelnen Darbietungen gaben.

Zu einem besonders bewegenden Moment des Konzerts wurde das gemeinsame Singen der Hymne des Forum-Festivals der Russlanddeutschen. Diese Komposition vereinte Teilnehmer und Gäste auf eine tiefgehende Weise. Sie wurde zu einem starken Symbol für Einheit, das die Generationen verbindet und das ethnokulturelle Erbe lebendig hält.

Die Gala-Show bildete somit nicht nur den glanzvollen Schlusspunkt des Festivals, sondern lieferte auch den lebendigen Beweis dafür, dass sich die Kultur der Russlanddeutschen stetig weiterentwickelt. Sie schlägt eine Brücke zwischen bewahrten Traditionen und neuen Räumen für den kreativen Dialog. Genau solche Projekte tragen maßgeblich dazu bei, die kulturellen Verbindungen zwischen den Regionen zu stärken, das Interesse am nationalen Erbe lebendig zu halten und eine Plattform für Begegnung, Kreativität und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.

Ich freue mich riesig, Teil dieses Gala-Konzerts zu sein – es herrscht hier eine wunderbar herzliche und behagliche Atmosphäre. Die kreativen Ideen hinter den Auftritten und das künstlerische Schaffen unserer großen, geeinten Familie haben mich tief beeindruckt. Die Menschen hier sind unglaublich herzlich und zuvorkommend. Es ist uns ein fantastisches Fest gelungen! Ich bin restlos begeistert. Den Organisatoren gilt mein ganz großer und aufrichtiger Dank! – der Komponist und Gitarrist Alexander Wecker.

Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass das Forum-Festival der Russlanddeutschen und sein Gala-Konzert nun endlich zum ersten Mal in der Wolgaregion stattgefunden haben. Wir freuen uns schon jetzt darauf, die Gäste bald wieder hier bei uns an der Wolga begrüßen zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Organisatoren! – so der Liedermacher Alexander Spirin.

Das Gala-Konzert war einfach grandios – facettenreich, dynamisch und voller Energie. Es ist fantastisch, dass hier so viele verschiedene Genres aufeinandergetroffen sind: von Choreografie über Gesang bis hin zu Instrumentalmusik. Gekrönt wurde das Ganze durch eine beeindruckende Vielfalt an visuellen Bildern und Kostümen sowie durch ein hervorragend konzipiertes Programm. Ich bin überzeugt, dass der heutige Abend sowohl für uns Kunstschaffende als auch für das Publikum ein absolut unvergesslicher Genuss war! – Julia Stach, die Leiterin des Frauen-Coverchors ‚Pripewotschki‘.


Das Event wurde vom Internationalen Verband der deutschen Kultur und der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen in Kooperation mit der gesellschaftlichen Organisation des Gebiets Samara „Regionales Zentrum der deutschen Kultur ‚Hoffnung‘“ veranstaltet.

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