„Dieser Austausch bereichert die innere Welt“: Erfahren Sie im dritten Teil die persönlichen Geschichten der Akteure der Bewegung


Im Vorfeld des 28. Juni – eines symbolträchtigen Datums für die Akteure der gesellschaftlichen Bewegung der Russlanddeutschen – präsentieren wir Ihnen den dritten und zugleich wohl berührendsten Teil des Dokumentarfilms „Kultureller Code ‚RUSSLANDDEUTSCHE‘“, die der Internationale Verband der deutschen Kultur anlässlich seines 35-jährigen Bestehens realisiert hat.

Der dritte Teil widmet sich den persönlichen Geschichten von Menschen, für die ihre deutschen Wurzeln nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Identität sind. Die Protagonisten der Folge denken darüber nach, was es bedeutet, der Gemeinschaft der Russlanddeutschen anzugehören, warum es so wichtig ist, die Verbindung zum Erbe der eigenen Vorfahren zu bewahren, und welche Rolle der Internationale Verband der deutschen Kultur in ihrem Leben spielt.

Über die Rolle der gesellschaftlichen Bewegung für die Selbstbestimmung spricht Diana Gindemit, Regisseurin der kreativen Projektgruppe „JUGENDSTADT“ und eine der Protagonistinnen des Dokumentarfilms:

Für mich hat die Bewegung der Russlanddeutschen in meinem Leben oberste Priorität, denn hier kann ich mich persönlich weiterentwickeln, mich mit tiefgründigen, für mich bedeutsamen Sinnfragen auseinandersetzen und meine Erfahrungen mit all jenen teilen, die erst noch auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage sind: ‚Wer sind die Russlanddeutschen eigentlich?‘.

Dank der Unterstützung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur konnten wir zahlreiche kreative Projekte realisieren, die nachhaltige Spuren in den Herzen von mehr als 500 Teilnehmern hinterlassen haben und sie so für die Bewegung der Russlanddeutschen begeistern konnten. In der Projektarbeit des IVDK zeigt sich ein tiefes Vertrauen in uns. Ohne dieses Vertrauen wären wir sicherlich nicht zu dem geworden, was wir heute sind, und hätten natürlich auch all die wunderbaren Menschen nicht getroffen, mit denen wir heute eine große, zusammengeschweißte Familie bilden.“

„Hier haben sich engagierte Menschen versammelt, die von ganzem Herzen ihren wertvollen Beitrag zur Entwicklung der gesamten Gemeinschaft der Russlanddeutschen leisten. Jeder bringt seine eigenen lokalen Initiativen ein, darüber hinaus gibt es auch bundesweite Leuchtturmprojekte“, kommentiert Iwan Krott, Rektor der Omsker Staatlichen Universität. Der Internationale Verband der deutschen Kultur trägt maßgeblich dazu bei, die Geschichte, Kultur und Sprache der Russlanddeutschen zu bewahren und im gesellschaftlichen und kulturellen Leben offen über ihre Rolle in der Geschichte unseres Landes zu sprechen.

Ich wünsche Ihnen, sich weiter kreativ einzubringen und Ihre Arbeit fortzusetzen, denn nur durch stetige Entwicklung ermöglicht es uns, die Zukunft zu gestalten.

Das Filmfinale erzählt eine bewegende Geschichte darüber, wie die Bewahrung der ethnischen Identität und der Kultur der Vorfahren sowie das Engagement in der Bewegung der Russlanddeutschen aus bloßer Pflichterfüllung oder alltäglicher Routine zu einer bewussten inneren Notwendigkeit geworden sind, die den Schritt auf dem Weg zur Sinnfindung ermöglicht hat.

„Ich wüsste nicht, ob ich das geschafft hätte, wenn ich nicht Teil dieser Bewegung wäre", gesteht Irma Belenina, Leiterin des Überregionalen Koordinierungsrats der Begegnungszentren der Russlanddeutschen in der Wolga- und Südwestregion. Sie berichtet, wie sie und ihr Mann den Entschluss fassten, ihrem Vater ein ganz besonderes Geschenk zu machen: gemeinsam den Ort aufzusuchen, an dem einst sein Heimatdorf stand.


Das Projekt wurde vom Internationalen Verband der deutschen Kultur im Rahmen des Programms zur Förderung der Russlanddeutschen in der Russischen Föderation realisiert.

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