27. September 2021

Kreative Jugend traf sich in Omsk


Vom 24. bis 26. September fand in Omsk das interregionale Projekt „Zwischenregionaler Workshop für schöpferische Jugendliche“, organisiert vom Kultur- und Geschäftszentrum „Deutsch-Russisches Haus // Omsk“, statt.

Bei der offiziellen Eröffnung wurden die Teilnehmenden von der Direktorin des Kultur- und Geschäftszentrums Elisaweta Graf begrüßt. Sie unterstrich, dass eine solche interregionale Veranstaltung von einer großen Bedeutung ist, weil die Jugendliche aus verschiedenen Regionen Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit austauschen können. Ein Grußwort hielt auch der Leiter des Kultur- und Geschäftszentrums Paul Eckert sowie Vorsitzender des Jugendrings der Russlanddeutschen Eugen Wagner.

Im Laufe von drei Tagen wurden für die Teilnehmenden des Projekts Diskussionen und Workshops organisiert. Alle wurden in Gruppen eingeteilt, die in verschiedenen Kunstrichtungen sich weiterbildeten: Malkunst, angewandte Kunst „Sprüche“, Kochworkshop und Werkstatt der Erinnerungen und Theater. Im Theaterworkshop arbeiteten die Teilnehmenden unter der Leitung von Regisseurin des Jugendtheaters „SchuMiM“ Anna Koslowskaja an einer Theateraufführung. Der Kochworkshop wurde von der Kochbloggerin Irina Skwortsowa geleitet. Im Malworkshop bei der Kunstlehrerin an der Mittelschule Zwetnopolje Tatiana Gamowa machten sich die Teilnehmenden mit der Malerei der Wolgadeutschen bekannt, lernten die Grundlagen der Arbeit mit der Malkreide und dem Aquarell kennen und rekonstruierten die Landschaft der Wolga und den Alltag der Russlanddeutschen in Bildern.

Im Workshop „Angewandte Kunst“, der von der Leiterin des Museums im Dorf Alexandrowka Antonina Renje geleitet wurde, erfuhren die Teilnehmenden die Geschichte der Sprüche und erstellten die Sprüche selbst. Außerdem nahmen alle an Diskussionen in der deutschen Sprache und an einem Workshop zur Geschichte der Deportation teil. Der Wert des Projekts besteht darin, dass die Teilnehmenden die gesammelten Erfahrungen später in ihren Jugendklubs anwenden können.

Im Rahmen der Filmwoche der Russlanddeutschen, die vom 14. bis zum 30. September in Russland stattfindet, sahen sich die Teilnehmenden den Film „Deutsche in Russland: von einer Autonomie zur anderen“ (Reg. A. Weber) an.

Am letzten Tag des Projekts nahmen die Teilnehmenden an einer Diskussion in der deutschen Sprache teil, wo sie sich mit der Malerei der Russlanddeutschen, die der Deportation gewidmet ist, bekannt machten.

Das Hauptergebnis des Projekts war die Aufführung der Novelle von Olga Kolpakowa „Der Wermutstannenbaum“.

Angesichts der epidemiologischen Situation sollten während des Projekts aktuelle Corona-Maßnahmen eingehalten werden.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Unterstützungsprogramms für Russlanddeutsche in der Russischen Föderation durchgeführt.

Rubrik: Nachrichten aus den Regionen

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